Erstellt am 14. April 2016, 16:59

von APA/Red

Griss holt sich Strolz und Busek zur Seite. Irmgard Griss hat am Donnerstag zwei prominente Politiker in ihrem Unterstützungskomitee begrüßt: NEOS-Chef Matthias Strolz wirft sich für sie ebenso ins Zeug wie der frühere ÖVP-Obmann Erhard Busek.

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Busek hält den ÖVP-Kandidaten Andreas Khol für "zu alt für das G'schäft". Prompt meldeten sich in der ÖVP Stimmen für einen Parteiauschluss des ehemaligen Parteichefs. Busek relativierte damit seine jüngst vermeldete Ankündigung, in der Stichwahl für Alexander Van der Bellen zu stimmen.

Das habe er vor allem für jenen Fall gemeint, dass der Grüne am 22. Mai gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer antreten sollte - "wegen Europa". Griss' Eintreten für ein "starkes Europa" ist für Busek denn auch die Hauptmotivation, sie zu unterstützen, er hielt aber zugleich fest: "Ich gebe keine Wahlempfehlungen ab."

"Das ist ein Fehler"

Andreas Khol, Kandidat der ÖVP, ist für Busek keine Option - aus einem ganz einfachen Grund: "Er ist zu alt für das Gschäft." Er ist dagegen, jemanden ins Rennen um die Hofburg zu schicken, von dem nicht sicher sei, ob er zwei Amtsperioden (zwölf Jahre, Anm.) durchhalte. Das sei ein "Fehler" der ÖVP-Führung.

Die ÖVP-Abgeordnete Gabriele Tamandl fordert prompt den Ausschluss von Busek aus der Volkspartei. "Mir gehen die Zurufe vom Politischen Ausgedinge schon so auf den Wecker", postete Tamandl am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite. "Busek gehört mE aus der ÖVP ausgeschlossen! Mehr parteischädigendes Verhalten geht nicht mehr!!!", ärgerte sich Tamandl.

"Klarer Grund für Parteiausschluss"

Auch die ÖVP Burgenland forderte den einstigen Vizekanzler zum Parteiaustritt auf. Nicht das erste Mal lege Busek ein "eindeutig parteischädigendes Verhalten" an den Tag, erklärte Landesparteiobmann Thomas Steiner. "Dies ist entsprechend dem ÖVP-Statut ein klarer Grund für einen Parteiausschluss", so Steiner.

Dass die NEOS sich für Griss und den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen - "in dieser Reihenfolge" erwärmen können, sei ja kein Geheimnis, so Strolz bei einer Pressekonferenz. Die Pinken wünschen sich eine Stichwahl zwischen diesen beiden und seien dafür belächelt worden - "heute stehen wir ganz kurz vor dieser Paarung. Und wer diese Paarung will, muss Griss wählen."

"Seit Beginn ein Fan"

Sein Eintreten für die unabhängige Präsidentschaftskandidatin bezeichnete Strolz als "persönliches Engagement".

Inhaltlich überzeugt Griss den NEOS-Obmann unter anderem mit ihren bildungs- und europapolitischen Positionen. Außerdem sei die Zeit reif für eine Frau als Staatsoberhaupt. "Ich freue mich, Sie unterstützen zu können. Ich bin seit Beginn Ihrer Kandidatur ein Fan", sagte Strolz zu Griss.