Gmünd , Horn , Waidhofen an der Thaya , Zwettl

Erstellt am 11. März 2018, 08:18

von Daniel Lohninger

HAK-Standorte werden Waldviertler.Wirtschafts.Akademien. Die Schaffung der Schwerpunkte Digitalisierung, Gesundheit, Logistik und Lebensmittel/Holz samt virtuellen Klassenzimmern soll die Handelsakademien in Gmünd, Horn, Waidhofen/Thaya und Zwettl langfristig absichern.

Stellten die Waldviertler.Wirtschafts.Akademien vor: Direktor Manfred Schnabl (HAK Zwettl), Direktor Rudolf Mayer (HAK Waidhofen/Thaya), Direktorin Jutta Göschl (HAK Gmünd), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesschulinspektorin Brigitte Schuckert, Direktor Peter Hofbauer (HAK Horn) und Josef Wallenberger vom Wirtschaftsforum Waldviertel. Foto: NLK Filzwieser  |  NLK Filzwieser

Vier Handelsakademien in vier Bezirken, die gemeinsam nicht einmal auf 140.000 Einwohner kommen. Diese Situation in den Bezirken Gmünd, Horn, Waidhofen/Thaya und Zwettl trieb in den vergangenen Jahren immer wieder so manchem Bildungsexperten die Schweißperlen auf die Stirn – zumal die Zahl der Waldviertler Schüler nicht zuletzt infolge der Abwanderung rückläufig ist.

Virtuelles Klassenzimmer erspart Standortwechsel

Mit einer Schärfung des Profils der Handelsakademien im Waldviertel wolle sie die HAK-Standorte längerfristig absichern, kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Herbst an. Jetzt folgen auf die Ankündigung konkrete Schritte. Unter der Dachmarke Waldviertler.Wirtschafts.Akademien werden ab nächstem Schuljahr alle vier Standorte gemeinsam auftreten – mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Digitalisierung wird der Schwerpunkt in Waidhofen, Gesundheit in Horn, Logistik in Gmünd und Lebensmittel/Holz in Zwettl. Für einen Schwerpunkt entscheiden müssen sich die Schüler erst nach der wirtschaftlichen Grundausbildung in den ersten beiden Klassen.

Ein Standortwechsel ist danach aber nicht notwendig – dank des virtuellen Klassenzimmers, das die Fachhochschule St. Pölten derzeit entwickelt und das 2019 in Probebetrieb geht. Hier wird der gemeinsame Schwerpunkt-Unterricht unabhängig vom Standort erfolgen. Die Lehrerinnen und Lehrer werden bereits ab Herbst 2018 an der Pädagogischen Hochschule fit für den Umgang mit dieser technischen Neuerung gemacht.

Gemeinsames „Board“ konstituiert sich diese Woche

Die Angebote an den vier HAK-Standorten werden in enger Abstimmung mit der Wirtschaft vor Ort erfolgen. Ein gemeinsames „Board“ mit Vertretern des Wirtschaftsforums Waldviertel, Direktoren und Personalvertretern sorgt für die laufende Weiterentwicklung des Angebots. Die konstituierende Sitzung findet diese Woche statt.

Dieses Schulprojekt beschere allen eine Win-Win-Situation, betont Mikl-Leitner: „Die Schülerinnen und Schüler bekommen eine optimale Ausbildung mit perfekten Berufschancen. Die Wirtschaft bekommt jene Arbeitskräfte, die sie in der Region braucht. Die Schulstandorte sind längerfristig abgesichert und die Jugendlichen bleiben in der Region.“