Erstellt am 16. Mai 2017, 02:27

von Martin Gebhart

Historischer Pakt für die Landeshauptstadt. St. Pölten erhält in Zukunft auch Bedarfszuweisungen. Kulturbetrieb neu geregelt.

VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und SP-Bürgermeister Matthias Stadler präsentierten in der Vorwoche den neuen Pakt zwischen dem Land und der Landeshauptstadt St. Pölten.  |  NLK/Burchhart

„Dieses Miteinander ist mir persönlich ein großes Anliegen.“ ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner manifestierte in der Vorwoche gemeinsam mit SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler die Zusammenarbeit zwischen dem Land und der Landeshauptstadt St. Pölten.

Dabei wurden auch historische Grenzen aufgebrochen, die bei der Gründung der Landeshauptstadt gesetzt worden waren. Erstmals wird es nun Bedarfszuweisungen des Landes auch für St. Pölten geben. Und erstmals wird die Wirtschaftsagentur Eco plus auch für die Landeshauptstadt zuständig sein. Stadler: „Es gab ein großes Entgegenkommen auf beiden Seiten.“

Weitere Punkte des Paktes: Finanzielle Kooperationen im Kulturbereich, speziell beim Landestheater und Festspielhaus. Das Land beteiligt sich mit 26 Prozent bei der Fachhochschule St. Pölten. Die Ausweitung von Eco plus auf St. Pölten soll vorerst einmal mit einer Studie unterlegt werden.

Bei den Bedarfszuweisungen – 3,5 Millionen Euro in drei Raten – soll eine Arbeitsgruppe die Projekte ausarbeiten. Ob deswegen nun andere Gemeinden weniger BZ-Mitteln erhalten? Mikl-Leitner: „Es wird sich für alle ausgehen.“