Erstellt am 21. Juni 2016, 07:05

von Eva Hinterer

Initiative für mehr Jobs. NÖ will 500 Millionen Euro für eine Beschäftigungsinitiative bis 2017. Als Sofortmaßnahme wurden von Land, AMS und WKNÖ 300 geförderte Jobs beschlossen.

Bessere Qualifikation der Arbeitssuchenden war ein Punkt des Beschäftigungsgipfels am Freitag.  |  NOEN, BENSZA / Shutterstock.com

Zum Beschäftigungsgipfel trafen sich am vergangenen Freitag Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (VP), AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl sowie die Unternehmensvertreter Alois Huber(Spar) und Willibald Hilbinger vom Ybbsitzer Metallbaubetrieb Doumet.

In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit – in NÖ liegt sie aktuell bei 8,3 Prozent – müssten rasch Maßnahmen her. Ein Schwerpunkt des Gipfels war die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit: Sie ist im Vergleich zum Vorjahr in NÖ von 118 Tagen auf 140 Tage pro Person gestiegen. Punkt zwei des Gipfels: Die Qualifikation der Arbeitskräfte, die oft mit Punkt eins einhergeht, denn schlechte Ausbildung mündet meist in Arbeitslosigkeit. Um beidem zu begegnen, wurden zwei Sofortmaßnahmen beschlossen.

200 geförderte Arbeitsplätze angeboten

Über das Programm Job 2000 werden ab sofort 200 geförderte Arbeitsplätze angeboten. AMS und Land investieren 800.000 Euro in das Programm, bei dem vier Monate lang Lohn- und Lohnnebenkosten übernommen werden. Langzeitarbeitslose sollen so wieder eingegliedert werden, der Kontakt läuft über den Verein Jugend und Arbeit sowie über das AMS.

Das zweite Programm „Fit in das Handwerk“ soll die Qualifizierung im handwerklichen Bereich steigern. Platz gibt es für 100 Teilnehmer, Land NÖ und der Europäische Sozialfonds fördern es jeweils mit 600.000 Euro. Ziel ist es, „arbeitsmarktfremde Personen“ wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit besonderem Augenmerk auf Jugendliche.

Die Details des Beschäftigungspaktes 2016 bis 2017 werden in einigen Wochen präsentiert. Großes Ziel ist es, rund 500 Millionen Euro an Fördervolumen zu lukrieren. Geldgeber sollen AMS, Land NÖ sowie das Sozialministeriumsservice sein.