Traiskirchen

Erstellt am 17. August 2016, 05:14

von NÖN Redaktion

Andreas Babler: „Brauchen ein Gesetz“. Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) über die Situation in der Betreuungsstelle.

Andreas Babler ist Bürgermeister von Traiskirchen.  |  NOEN, privat

NÖN: Derzeit sind weniger als 700 Asylwerber in der Betreuungsstelle Ost in Traiskirchen untergebracht. Sind Sie damit zufrieden?
Andreas Babler: Nein. 480 sind mit dem Land vereinbart. Und jetzt, wo es ruhiger geworden ist, könnte man das durch strukturelle Maßnahmen endlich auch durchsetzen.

Wie soll das funktionieren?
Wir brauchen mehr Erstaufnahmestellen in Österreich und ein echtes „Aufteilungs- und Betreuungsgesetz“, das Quoten in den Ländern mit dem Finanzausgleich verknüpfen könnte. Sonst sind die Landeshauptleute in dieser Frage immer zu stark.

Wie haben Sie die Lage im Vorjahr als Bürgermeister erlebt?
Da hat es Tage gegeben, die um 4 Uhr früh mit Einsätzen im Lager begonnen haben und bis 1 Uhr nachts mit der Unterbringung von Obdachlosen gedauert haben. Ich war täglich vor Ort und habe Maßnahmen gesetzt, die eigentlich gar nicht in meiner Kompetenz lagen. Letztlich hat mich das als Bürgermeister aber gestärkt.