Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:32

von Anita Kiefer

Investitionen in Nachmittagsbetreuung. Bis 2018/19 stehen in NÖ 87,3 Millionen Euro bereit.

Landesschulratspräsident Johann Heuras und VP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz bei ihrem ersten offiziellen gemeinsamen Termin.  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer

15.500 Schüler an 400 Schulen nehmen in Niederösterreich aktuell das Angebot einer schulischen Nachmittagsbetreuung wahr. Das Land startet jetzt eine Qualitätsoffensive, um dieses Angebot auszubauen. Das gaben der neue Landesschulratspräsident Johann Heuras und VP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz in ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bekannt.

Bis zum Schuljahr 2018/19 stehen insgesamt 87,3 Millionen Euro für die schulische Nachmittagsbetreuung bereit. Rund 30,3 Millionen Euro davon wurden bereits investiert.

Angebot auch in kleineren Gemeinden

Das Land unterstützt den Ausbau des Angebots etwa durch Förderung von Personalkosten oder Infrastrukturausbau an Schulen. Im Rahmen der Qualitätsoffensive soll gewährleistet werden, dass es „auch kleineren Gemeinden möglich ist, eine Gruppe zu eröffnen“, so Schwarz. Aus diesem Grund wurde die Mindestschülerzahl für eine Gruppeneröffnung auf zehn statt bisher zwölf (wenn schulübergreifend) bzw. 15 Schüler gesenkt. Schwarz betonte, dass ihr die Wahlfreiheit der Eltern – ob sie das Angebot in Anspruch nehmen wollen oder nicht – sehr wichtig sei. Pro Kind kostet die Nachmittagsbetreuung übrigens 60 bis 100 Euro pro Monat.

Angesprochen auf eine mögliche flächendeckende Einführung von verpflichtend verschränkten Schulformen sagte Heuras: Es würden die finanziellen Mittel dazu fehlen, außerdem halte er nichts von Zwangsbeglückung.