Wieselburg

Erstellt am 05. Juli 2016, 02:01

von Christian Eplinger

NÖ Bauernbund: „Spielen nicht Theater“. Der NÖ Bauernbund feierte am Samstag in Wieselburg mit rund 1.800 Mitgliedern sein 110-jähriges Jubiläum. Ein Maßnahmenpaket für die Landwirte gefordert.

Der Niederösterreichische Bauernbund feierte sein 110-jähriges Jubiläum, von links: Andrä Rupprechter, Hermann Schultes, Alena Fallmann, Klaudia Tanner, Erwin Pröll, Stephan Pernkopf und Karl Moser.  |  Eplinger

Eigentlich wäre am Samstagvormittag ideales Wetter für die Heuernte gewesen. Aber die musste in vielen Betrieben warten. Denn die Bauernschaft versammelte sich an diesem heißen Tag im Festzelt der Wieselburger Messe. Dort feierten rund 1.800 Landwirte und Bauernbundfunktionäre gemeinsam mit Bundesminister Andrä Rupprechter, Landeshauptmann Erwin Pröll, Landesrat Stephan Pernkopf und Kammerpräsident Hermann Schultes das 110-jährige Jubiläum des NÖ Bauernbundes.

„Auf den Bauernstand ist Verlass. Jene Ziele, mit denen man vor 110 Jahren begonnen hat, gelten im Bauernbund noch heute.“

Landeshauptmann Erwin Pröll

„Es ist ein Zeichen von Zusammenhalt und Stärke, dass so viele gekommen sind. Lasst uns den Tag nützen, um für unsere Anliegen Stimmung zu machen. Denn unser Grundsatz, für die Menschen in diesem Land da zu sein, hat sich in den 110 Jahren nicht geändert“, betonte NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. 104.000 Mitglieder und 15.000 Funktionäre umfasst der NÖ Bauernbund.

Die Handschlagqualität, die den Bauernbund auch in schwierigen Zeiten auszeichne, strich NÖ Bauernbund-Obmann Hermann Schultes in seiner Ansprache hervor. „Wir spielen nicht Theater. Bei uns geht es ums richtige Leben. Daher müssen wir mit einem Maßnahmenpaket den Existenzdruck der österreichischen Landwirte mindern und gleichzeitig mit der Herkunftsbezeichnung regionale Lebensmittel stärken“, forderte Schultes.

In diese Kerbe schlug auch Festredner Landeshauptmann Erwin Pröll: „Wir müssen auch unseren Landsleuten bewusst machen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass sie täglich gesunde heimische Lebensmittel auf den Tisch bekommen. Jeder Einkauf und Griff ins Regal ist gleichzeitig auch eine politische Aktion, die Produktionsbedingungen, Qualitätsstandards und Handelsstrukturen beeinflusst.“