Erstellt am 23. Mai 2017, 01:35

von Martin Gebhart

Know-how aus NÖ für Iran. Im Iran soll eine Anlage entstehen, für die MedAustron in Wiener Neustadt als Vorbild dient. Hochrangige Regierungsdelegation nahm Spatenstich mit Schneeberger vor.

Konferenz für iranisches Krebstherapiezentrum: Botschafter Friedrich Stift, Werner Fassl-abend, Bürgermeister Klaus Schneeberger (von links) und die iranische Spitze mit Vizepräsident Ali Akbar Salehi und Außenminister Mohammad Javad Zarif Khonsari (von rechts).  |  Franz Baldauf

„Das ist ein Tag, von dem ich mir immer gewünscht habe, als Zeuge dabei zu sein.“ Diese Worte wurden vor etwas mehr als einer Woche in Teheran an eine Delegation aus NÖ gerichtet. Gesagt hat den Satz kein Geringerer als Ali Akbar Salehi, Vizepräsident von Hassan Rohani, der vergangenen Freitag als Präsident wiedergewählt worden ist.

Der Anlass: In Teheran wird nach dem Vorbild des Wiener Neustädter Krebsforschungs- und Krebstherapiezentrums MedAustron eine Ionentherapieanlage errichtet. Nun hatte der Spatenstich dazu stattgefunden. In fünf Jahren soll die Anlage in Betrieb gehen.

Spatenstich von Klubobmann Bürgermeister Klaus Schneeberger auf dem Gelände, wo das iranische Institut für die Ionentherapie entstehen wird.  |  Franz Baldauf

Zum Spatenstich war eine MedAustron-Delegation in den Iran gereist. Mit ÖVP-Klubobmann und Bürgermeister Klaus Schneeberger aus Wiener Neustadt – er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender von MedAustron – und Werner Fasslabend, Präsident der österreichisch-iranischen Gesellschaft, an der Spitze.

Ihnen saßen bei einer Konferenz vor dem Spatenstich neben Vizepräsident Salehi noch Außenminister Mohammad Javad Zarif Khonsari und Gesundheitsminister Ghazizadeh Hashemi gegenüber.

"Wir sind von dieser Behandlungsmethode überzeugt"

Schneeberger nannte diese Zusammenarbeit einen „Beweis, für die Vertiefung der Beziehungen zwischen dem Iran und Österreich“. Und: „Wir feiern nicht nur den Spatenstich, sondern legen einen Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“

Es ist die erste Anlage für einen Kunden, wie MedAustron-Geschäftsführer Alfred Zens anführte. „Wir sind von dieser Behandlungsmethode überzeugt“, so Zens weiter. In der iranischen Anlage sollen verschiedene Therapieangebote unter einem Dach vereint werden. Darunter die Ionen- und Partikeltherapie, die von MedAustron mitentwickelt und betreut wird. MedAustron übernimmt das Projektmanagement und ist für die Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Ionentherapieanlage samt zugehöriger Medizintechnik verantwortlich.

Der Auftrag ist neben Therapie und Forschung ein weiteres Standbein für MedAustron: die Errichtung von weiteren Ionen-therapieanlagen.