Erstellt am 09. Februar 2016, 03:38

von Martin Gebhart

Kritik an Bundesländern. SPÖ-Landesrat Maurice Androsch vermisst bei der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen die Solidarität der anderen Bundesländer.

SPÖ-Landesrat Maurice Androsch  |  NOEN, zVg

mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen hat sich Niederösterreichs SPÖ-Landesrat Maurice Androsch in der Vorwoche angeschlossen. „Niederösterreich hat seine Hausaufgaben im abgelaufenen Jahr stets erledigt und mittlerweile 1076 Plätze für unbegleitete Kinder und Jugendliche geschaffen. Andere Bundesländer hinken hinterher“, so der Landesrat.

Warum Androsch so sehr darauf pocht: Im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen sind noch immer über 1.000 minderjährige Flüchtlinge untergebracht, die rasch einen anderen Platz benötigen würden.

"Solidarität lässt zu wünschen übrig"

Androsch: „Wir tun alles in unserer Macht stehende, den jungen Flüchtlingen in Sachen Integration, zu helfen. Die Einrichtungen und die vielen Freiwilligen in diesem Bereich sind top engagiert. Jedoch die Solidarität der anderen Bundesländer lässt bei der Übernahme aus Traiskirchen zu wünschen übrig. Es ist höchst an der Zeit, den Jugendlichen in kleineren Einheiten in den Bundesländern die notwendige Betreuung zukommen zu lassen, um ihnen ein Ankommen in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.“

Diesbezüglich hat sich Androsch klar gegen das oberösterreichische Modell ausgesprochen, die Mindestsicherung für Flüchtlinge pauschal zu kürzen. Bei aktiver Verweigerung der Integration hält er aber Kürzungen für durchaus denkbar.