Erstellt am 09. März 2016, 15:51

von Anita Kiefer

Land NÖ gibt Sicherheitsstudie in Auftrag. Land Niederösterreich will weiter auf Gefahren durch Atomkraftwerke hinweisen und Sicherheitsmängel beim Atromkraftwerk Dukovany aufdecken.

Reaktortürme von Dukovany  |  Von I, Nostrifikator, wikimedia, zVg
2016 jähren sich zwei große Katastrophen in Sachen Atomkraft: Das Reaktorunglück von Tschernobyl zum 30. und jenes von Fukushima zum fünften Mal. In regelmäßigen Abständen gebe es auch heute Meldungen über Störfälle von Atomkraftwerken, betonte Niederösterreichs Energie-Landesrat Stephan Pernkopf (VP) bei einem gemeinsamen Termin mit EVN-Vorstandssprecher Peter Layr und Global 2000-Antiatomexpertin Patricia Lorenz, etwa in jenem im französischen Fessenheim.

Was das tschechische AKW Dukovany, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, angeht, will das Land Niederösterreich den Ausbau des Kraftwerks und die Laufzeitverlängerung von bereits bestehenden Reaktoren verhindern. Im Lauf dieser Woche werde daher eine Sicherheitsstudie beim Institut für Geodynamik an der Universität Wien in Auftrag gegeben werden, so Stephan Pernkopf.

Diese Studie soll Sicherheitsmängel aufdecken. Die Ergebnisse werden für Herbst 2016 erwartet. „Diese Untersuchungen werden wir auch den tschechischen Behörden vorlegen“, so Pernkopf. Die Studie kostet rund 45.000 Euro.