Erstellt am 21. März 2017, 02:56

von NÖN Redaktion

Tauziehen um Fischotter. SPÖ versuchte vergeblich, die Entnahme von Fischottern zu stoppen.

Der Schutz der Fischotter sorgt auch im Bezirk Gmünd für geteilte Meinungen. Foto: Shutterstock/Ninger  |  NOEN, Shutterstock/Ninger

Ausführlich und teilweise sehr emotionell wurde im NÖ Landtag über die Fischotter diskutiert. Die SPÖ hatte dazu eine Aktuelle Stunde einberufen, um gegen die geplante Tötung von 40 Fischottern vorzugehen. Tierschutzsprecherin Heidemaria Onodi: „Die Tötung ist keine Lösung.“

Die ÖVP allerdings unterstützte die Entscheidung von VP-Landesrat Stephan Pernkopf. „Uns ist im Land Niederösterreich die Erhaltung des Ökosystems sehr wichtig“, so Abgeordneter Karl Moser. Bezüglich der Fischotter hätte wegen der Schäden – speziell in den Fischteichen im Waldviertel – „Naturromantik“ keinen Platz.

Die SPÖ bekam Unterstützung von den NÖ Grünen, weil der Fischotter „europarechtlich absolut geschützt ist“, so Madeleine Petrovic. Für die geplante Entnahme sind hingegen die Freiheitlichen. „Wir brauchen bei diesem Problem Vernunft und Hausverstand“, so Klubobmann Gottfried Waldhäusl.

Im Gegensatz zur Landes-SPÖ hatte sich deren ehemaliger Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, Präsident der Arbeiter-Fischerei-Vereine, für eine Reduktion des Zuwachses der Otterpopulation ausgesprochen.