Erstellt am 28. Dezember 2017, 05:27

von Daniel Lohninger

Spalte drei bleibt leer. Weißraum statt Team Stronach auf Stimmzettel, NÖ-weit fünf Listen.

Die dritte Spalte auf dem Stimmzettel bleibt leer: Sie würde dem Team Stronachzustehen, das am 28.Jänner nicht antritt.  |  NOEN, NLK/Burchhart

Fünf Listen treten bei der Landtagswahl am 28. Jänner an. Neben ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen schafften es erstmals auch die NEOS, in allen 20 Wahlkreisen zumindest 50 Unterstützungserklärungen zu sammeln.

„Alle Listen und Parteien, die einen Vorschlag eingereicht haben, sind zugelassen worden“, erklärte Landtagspräsident Hans Penz, der Leiter der Landeswahlbehörde, nach dem Ende der Einreichfrist. Nur in den Bezirken Amstetten, Melk und Baden wird die Christliche Partei Österreichs (CPÖ), im Bezirk Baden die Liste Wir für Niederösterreich von Robert Marschall antreten. Dass die Unterstützer kleiner Parteien auf Gemeindeämtern vor allem im ländlichen Raum bewusst schikaniert wurden, wie die NEOS behaupten, bestreitet Penz vehement: „Das ist eine glatte Unterstellung.“

Eine Kuriosität hat der Stimmzettel zu bieten: Der Listenplatz 3 auf dem Stimmzettel bleibt leer, weil das Team Stronach – 2013 mit 9,84 Prozent der Stimmen die drittstärkste Partei – diesmal nicht antritt. Nur mit einer Änderung der Wahlordnung hätte man die leere Spalte verhindern können, betont Penz.

Die meisten Wähler gibt es in St. Pölten

Weniger Auswirkungen als erwartet hat die einst heftig diskutierte Änderung des Landesbür-gerevidenzengesetzes, durch das nicht mehr jeder Zweitwohnsitzer automatisch wählen darf. Die Zahl der Wahlberechtigten sinkt im Vergleich zu 2013 nur um 18.111 auf 1.386.343 Niederösterreicher. Der mit Abstand stimmenstärkste Wahlbezirk ist St. Pölten mit knapp 150.000 Wahlberechtigten vor Baden mit 112.000 und Amstetten mit 102.000 Wahlberechtigten.

Insgesamt wird am 28. Jänner in 2.600 Wahlsprengeln gewählt, etwa 30.000 Wahlhelfer sollen für einen reibungslosen Wahlgang sorgen.