Erstellt am 24. August 2016, 06:50

von Martin Gebhart

Start für die Forschung. Bestrahlungsraum offiziell an Wissenschaft übergeben. Im November soll dann erster Krebspatient behandelt werden.

MedAustron-Geschäftsführer Alfred Zens führte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Landeshauptmann Erwin Pröll und Bürgermeister Klaus Schneeberger durch die Einrichtungen des Krebsforschungszentrums in Wiener Neustadt.  |  NOEN, Franz Baldauf

Für all jene, die das Projekt MedAustron von Anfang an begleitet hatten, war der vergangene Freitag ein erhebender Moment: Der Bestrahlungsraum des Ionentherapie- und Forschungszentrums in Wiener Neustadt wurde offiziell an die Wissenschaft übergeben. Damit hat ein Teil von MedAustron, das der Krebsforschung und der Krebsbehandlung dienen soll, den Dienst aufgenommen. Die erste Patientenbehandlung soll es dann im November geben, wenn alle Zertifizierungsverfahren abgeschlossen sind.

Von einem „neuen medizinischen Meilenstein“ im Kampf gegen Krebs sprach VP-Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Übergabe. Für VP-Landeshauptmann Erwin Pröll ist es ein „Tag, den wir seit vielen Jahren herbeisehnen“. MedAustron sei ein „Leuchtturmprojekt“ für die Wissenschaft, die Forschung und die Medizin. Im Jahr 2005 war dazu der Grundsatzbeschluss im NÖ Landtag gefallen. Pröll: „Wer von Beginn an dabei war, weiß, dass es damals mehr Skeptiker als Befürworter gegeben hat.“

MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Schneeberger verwies darauf, dass die umfangreichen Zertifizierungsverfahren auch der Patientensicherheit dienen. Künftig sollen rund 1.000 Patienten pro Jahr von der Ionentherapie profitieren. Bei MedAustron arbeiten rund 180 Personen, darunter rund 30 Wissenschafter.