Erstellt am 20. April 2016, 07:24

von NÖN Redaktion

UMFs: Private Betreuung. Minderjährige Flüchtlinge werden in NÖ jetzt vermehrt bei Familien untergebracht.

Landesrat Maurice Androsch mit einem minderjährigen Flüchtling beim Tischfußball: Unterbringung bei Familien.  |  NOEN, Käfer

„Durch das Zusammenleben in einer Familie bekommt das Leben Geflüchteter wieder Struktur. Die Spracherlernung und auch das Gefühl für Lebensgewohnheiten sind – durch tägliche Konfrontation damit – wesentlich leichter vermittelbar. Die Integration funktioniert schlichtweg besser, als in großen Unterbringungseinheiten.“ SPÖ-Landesrat Maurice Androsch forciert derzeit das Modell der Pflegefamilien für sogenannte UMFs, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

33 Jugendliche sind untergebracht

Dabei werden diese jungen Menschen nicht in Jugendheimen, sondern direkt bei Familien untergebracht. 33 solcher Minderjähriger leben derzeit in NÖ bei Pflegefamilien. Elf weitere sind bereits volljährig, aber noch immer bei ihren Familien. Für sieben weitere Fälle dürften bald Familien gefunden werden.

Die Vermittlung erfolgt über die zuständige Abteilung des Landes, wobei der ASBÖ, der Verein menschen.leben und die Caritas Wien bei dem Projekt mithelfen.