Update am 29. Januar 2018, 16:10

von APA Red

Strache und FPNÖ stehen weiter hinter Landbauer. Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) stellte am Montag am Rande einer Pressekonferenz in Wien klar, dass die Frage des Regierungssitzes von den FPÖ-Gremien in Niederösterreich zu lösen ist. Zudem sei die Entscheidung von Spitzenkandidat Udo Landbauer abzuwarten.

Vizekanzler Strache stellt sich hinter Landbauer  |  APA

Den Zuwachs von acht auf 15 Prozent bei der Landtagswahl würden sich andere wünschen, sagte Strache. Überdies sei das zweitbeste Ergebnis der FPÖ aus (Bundes)Regierungsposition gelungen.

Er wünsche sich einen redlichen Umgang mit Landbauer, der klargemacht habe, dass er mit den widerlichen Liedtexten nichts zu tun hätte. Dieser wäre damals elf Jahre alt gewesen und hätte diese in der "Germania" nie zu Gesicht bekommen. Und er habe sofort die Konsequenz gezogen und seine Mitgliedschaft bei der Studentenverbindung ruhend gestellt, als die Vorwürfe publik wurden. "Was werfen Sie ihm vor?", wolle Strache von einem Journalisten wissen.

Ihn würde interessieren, ob jemand die Grundsätze der FPÖ erfüllt und nicht, in welchem Verein jemand als Privatmann Mitglied ist. Berichte über einen angeblichen Shitstorm auf seiner Facebook-Seite nach seiner Rede beim Akademikerball seien lächerlich. Er habe für seine deutlichen Worte kräftigen Applaus bekommen. "Die, die Verantwortung tragen, sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Er (Landbauer) hat damit nichts zu tun."

FPÖ-Präsidium geschlossen hinter Landbauer

Das Präsidium der FPÖ Niederösterreich stehe "geschlossen" hinter Udo Landbauer. Das betonte Landesparteichef Abg. Walter Rosenkranz am Rande einer Arbeitsklausur, bei der die Landtagswahl analysiert wurde. "Was die Frage nach den Personalentscheidungen betrifft, werden auch diese nun in den Gremien besprochen", so Rosenkranz in einer Aussendung.

Es gehe dabei auch um die Besetzung der Position des Landesrates und des Klubobmannes. Mit Gottfried Waldhäusl (Klubchef im NÖ Landtag) und Landbauer "haben wir zwei kompetente Spieler, die sich für diese Funktion gut eignen". Der freiheitliche Spitzenkandidat habe "ein ruhiges Gewissen bezüglich der kolportierten Geschehnisse" und distanziere sich klar von jedwedem NS-Gedankengut, betonte Rosenkranz. "Bei aller medialen Aufregung" sei das Wichtigste für die Freiheitlichen, dass mit Landbauer ein "sehr schöner" Wahlerfolg eingefahren und die Mandate im Landtag verdoppelt wurden: "Diesem Wählerauftrag werden wir bestmöglich nachkommen."