Wiener Neustadt

Erstellt am 28. Januar 2018, 19:47

von Redaktion noen.at

Udo Landbauer: Wahlziel verfehlt, dennoch zufrieden. FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer hat seine Wahlziele bei der Landtagswahl in Niederösterreich klar verfehlt. Zwar konnte Landbauer den Stimmenanteil gegenüber der Wahl 2013 deutlich steigern, das beste blaue Landesergebnis aller Zeiten ist sich aber deutlich nicht ausgegangen. Landbauer blieb zudem auch unter den für die FPÖ zuletzt in Umfragen erhobenen Werten.

Der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer  |  APA/HELMUT FOHRINGER

Die politische Zukunft des Freiheitlichen scheint damit auch wegen der NS-Liedgut-Affäre seiner Burschenschaft Germania offen. Nichts wurde es auch mit dem zweiten Wahlziel. Landbauer bleibt deutlich hinter der SPÖ und damit auf Platz 3. Bei der jüngsten Nationalratswahl kamen die Blauen in Niederösterreich immerhin auf knapp 26 Prozent und überholten die SPÖ.

Gegenüber der letzten Landtagswahl 2013, als die FPÖ auf magere 8,2 Prozent kam, konnte Landbauer das Ergebnis freilich fast verdoppeln.

FPÖ verdoppelte Anteil in Landbauers Heimat Wiener Neustadt

Die FPÖ hat ihren Stimmenanteil in der Heimat von Landbauer am Sonntag laut dem vorläufigen Endergebnis von 10,06 auf 19,93 Prozent fast verdoppelt. Ein leichtes Minus von 39,57 auf 38,44 Prozent gab es für die Volkspartei, die in der Stadt mit VPNÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger den Bürgermeister stellt. Die SPÖ legte um fast drei Prozentpunkte auf 30,18 Prozent zu.

FPÖ für Landbauer "stark vertreten"

Landbauer selbst sieht die Partei nach der niederösterreichischen Landtagswahl "stark vertreten". In Prozenten sei eine Verdoppelung nicht gelungen, bei den Mandaten aber sehr wohl. Und damit sei er "alles andere als unzufrieden".

"Der Wähler hat gesprochen. Das ist für jeden zu akzeptieren", sagte Landbauer. Der ÖVP gratulierte er. Der Erfolg sei anzuerkennen.

Ob er selbst Landesrat werde, wollte Landbauer am Sonntagabend nicht sagen. Personalentscheidungen würden die Freiheitlichen in den kommenden Tagen treffen. Er wolle als "begeisterter Niederösterreicher" für das Land arbeiten, sagte der FPÖ-Listenerste. Diesbezüglich wolle er auch das Gespräch anbieten und suchen. Mit der jüngsten "Sudelkampagne" habe er nichts am Hut.