Erstellt am 31. Mai 2016, 08:24

von Martin Gebhart

Bifie will „Länder raus“. Empfehlung für eine einheitliche Bundesverwaltung und mehr Verantwortlichkeiten an die Schulstandorte.

Landesschulratspräsident Hans Heuras: Die Länder sind näher an den Schulstandorten.  |  NOEN, Erich Marschik

Im Tauziehen um die Schulverwaltung zwischen Bund und Ländern gibt jetzt der Nationale Bildungsbericht des Bifie (Bildungsinstitut des Ministeriums) eine doch deutliche Stellungnahme ab. Und zwar in Richtung einheitlicher Bundesverwaltung und einem Ausschalten der Länderebene. Landesschulratspräsident Johann Heuras kann dem allerdings nur wenig abgewinnen.

Laut den Ausführungen in dem Bildungsbericht seien etwa die Kosten pro Schüler je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Eines der Argumente, um die Verwaltung von dieser Ebene wegzubekommen. Vielmehr spricht sich der Bildungsbericht für eine einheitliche Bundesverwaltung der Schulen mit flachen Hierarchieebenen aus. Verantwortlichkeiten sollten stärker an die Schulstandorte und nicht in Richtung Länder verlagert werden.

Standorte mit mehr Autonomie

Dass die Verantwortlichkeiten genau geregelt werden, dafür ist auch Präsident Heuras: „Die Qualität würde mit dem Festlegen der Verantwortlichkeiten steigen.“ Auch dass die Standorte mehr Autonomie bekommen. Von einer Zentralisierung der Schulverwaltung hält er jedoch nichts. Er könne genug Beispiele aufzählen, wo sich das Zentralisieren negativ auf Schulstandorte ausgewirkt habe.

Dass die Bildungskompetenz und die Bildungsziele im Bildungsministerium angesiedelt sind, steht für ihn außer Frage. Bezüglich der Schulverwaltung aber seien die Länder einfach viel näher bei den Schulstandorten. Er könne sich sogar vorstellen, dass der Bund pro Schulkind einen fixen Betrag zahlt. Der gezielte Einsatz der Mittel obliege aber den Ländern.