Erstellt am 05. April 2016, 10:24

von Anita Kiefer

NEOS attackieren die NÖ Wirtschaftskammer. Kritik an 85 Millionen Euro Jahresumsatz 2015 in NÖ. Zwazl kontert.

Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, warnte beim Neujahrsempfang vor neuen Belastungen für Unternehmer.  |  NOEN, Foto: WKNÖ/Kraus

Die NEOS haben auf Bundesebene kürzlich eine parlamentarische Anfrage zu den Umsätzen der Wirtschaftskammer gestellt. Einige Details zur Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) daraus: 2014 hat die WKNÖ rund 85 Millionen Euro umgesetzt und ihren Mitarbeiterstand von 504 auf 518 erhöht. 2013 lag der Jahresumsatz noch bei knapp 83 Millionen Euro. Außerdem hat die WKNÖ Rücklagen in der Höhe von 95 Millionen Euro.

Die Forderung der NEOS: „Die Abschaffung der Kammerumlage 2 und der Pflichtmitgliedschaft an sich“, so Niederösterreich-Sprecher Niki Scherak. Denn: „Von den 85 Millionen Euro Umsatz müssen Unternehmerinnen und Unternehmer in Niederösterreich 50 Millionen Euro an Zwangsbeiträgen abführen.“

Zahl der Mitgliedsbetriebe um 50% gestiegen

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl lässt die Kritik nicht gelten. Man habe durch die Errichtung des Zentrums für Technologie und Design in St. Pölten zusätzliches Personal benötigt. Und: Die Zahl der Mitgliedsbetriebe sei in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen, so Zwazl.

Die Einnahmen aus der Kammerumlage 2 würden dem Bedarfsdeckungsprinzip folgen – es dürfe nicht mehr eingenommen werden, als für einen sinnvollen und zweckmäßigen Betrieb erforderlich. Und: Eine Rücklage in Höhe des Jahresumsatzes sei gesetzlich vorgeschrieben.

Aktuell gibt es laut Zwazl 96.650 WKNÖ-Mitglieder.