Erstellt am 30. Januar 2018, 02:39

von Michaela Fleck-Regenfelder

Luftballons & Luftsprünge. Mit „unglaublichen“ 5,2 Prozent schaffte es die Bürgerbewegung auf Anhieb in den Landtag.

„Ich bin unglaublich stolz“: NEOS-Spitzenkandidatin Indra Collini (Mitte) mit Listenzweiten Helmut Hofer-Gruber (links) und Parteichef Matthias Strolz beim Feiern im St. Pöltner Café im Palais Wellenstein.  |  Marschik

So laut war es an einem Sonntagabend lang nicht mehr in der St. Pöltner Innenstadt. So pink auch nicht. Da tanzten die rosa Luftballons schon auf der Straße, während hinter der Kaffeehaustür bei jeder neuen Hochrechnung gejubelt wurde.

Aber schließlich hatten sie auch jede Menge zu feiern, die jüngsten in Niederösterreichs Landtag. Zum ersten Mal waren die NEOS auf Landesebene angetreten – und haben mit 5,2 Prozent nicht nur den Einzug, sondern auch gleich drei Mandate geschafft. „Wenn wir das halten, können wir überhaupt die nächsten fünf Jahre feiern!“, lacht NEOS-Parlamentarier und Badener Nikolaus Scherak. Er habe zwar auf Platz 25 auch in Niederösterreich kandidiert, „aber ich bin im Parlament zuhause, dort gehör’ ich hin“.

„Wir machen gute Politik – und wir können gut feiern!“  NEOS-Listenzweiter und Badens Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber 

In Niederösterreichs Landtag gehört dagegen in Zukunft auch der Badener NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber, der beim dritten Mandat in der dritten Hochrechnung (das bekäme dann Mödlingerin Edith Kollermann) vor Freude gleich in die Luft springt. „Jetzt sind wir endlich in der Fläche angekommen“, freut sich Hofer-Gruber. Und sieht damit auch bewiesen, „dass wir keine kurzlebige Bewegung sind“.

Woran das liegt? „Weil wir alle für unsere Sache brennen!“ Und: „Weil wir das machen, weil es uns ein Herzensanliegen ist“, ergänzt Spitzenkandidatin und Brunnerin In dra Collini. Mit über fünf Prozent habe sie „so nicht gerechnet“. Und ihr einziges weinendes Auge sei die nach wie vor souveräne Absolute der ÖVP. Aber: „Für uns gibt es hier ganz viel zu tun. Wir werden die Dinge sichtbar machen. Wir werden Aufbauarbeit leisten!“ Und gibt nach Tulpen, Sekt, Lob und Umarmungen gleich noch die Parole aus: „Jetzt geht’s erst richtig los!“

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