Erstellt am 09. September 2015, 16:04

von Marcel Ertl

„Netzwerk Familie“ startet in Krems. Im Universitätsklinikum Krems soll ein neues kostenloses Angebot Familien und Alleinerzieher, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, unterstützen.

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Das Pilotprojekt für die Region Krems ist vorerst für zwei Jahre geplant und soll von einer Studie begleitet werden. Die primäre Zielsetzung des Projektes ist, Schwangeren und Jungeltern in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes Unterstützung zu bieten.

Den Hilfesuchenden wird durch das Netzwerk einerseits eine Plattform zum Austausch geboten, außerdem werden alle vorhandenen Angebote im Bereich der Unterstützung von Familien gebündelt. So finden die Hilfesuchenden das passende Angebot für sie.

„Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglichen“

Eine große Herausforderung ist, die hilfsbedürftigen Familien und Personen zu erreichen. Mit deren Einverständnis werden sie daher von Ärzten, Hebammen oder auch Therapeuten dem Netzwerk gemeldet.

Umgesetzt wird das Projekt von der Aktion „Tut gut!“ gemeinsam mit dem Fonds „Gesundes Österreich“.

„Zielsetzung des Pilotprojektes ist es, den Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und Familien, die in schwierigen Situationen sind, zu helfen und untereinander zu vernetzen“, so der zuständige VP-Landesrat Wolfgang Sobotka dazu. Schwierige Situationen können etwa psychische Erkrankungen der Eltern oder Mehrlingsgeburten sein.

Das Pilotprojekt „Netzwerk Familie“ soll zunächst bis März 2017 im Landesklinikum Krems mit vier Mitarbeitern durchgeführt werden. 100 Familien sollen in diesem Zeitraum erreicht werden. Bei Erfolg ist eine Ausweitung des kostenlosen Angebots auf ganz Niederösterreich geplant.