Erstellt am 10. Dezember 2015, 14:45

von Anita Kiefer

Neue Ombudsstelle. Künftig können sich Unternehmen, die sich im Rahmen von Kontrollen durch die Finanzpolizei ungerechtmäßigt behandelt fühlen, an eine neu eingerichtete Ombudsstelle bei der Kammer der Wirtschaftstreuhänder wenden.

VP-Landeshauptmann Erwin Pröll (r.) und Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, präsentierten die neue Ombudsstelle.  |  NOEN, NLK Filzwieser
Diese einzurichten sei notwendig geworden, da sich in den vergangenen Monaten die Zahl der Beschwerden in diesem Zusammenhang gehäuft hätten, so VP-Landeshauptmann Erwin Pröll. In den letzten Monaten seien rund 50 Beschwerden an ihn herangetragen worden.

Pröll: Aggressives Verhalten nicht akzeptabel

„Niemand hat etwas gegen Kontrollen. Kontrollen sind wichtig“, betonte Pröll. Nicht akzeptabel seien aber aggressives Verhalten und kundenfeindliche Vorgehensweise gegenüber Unternehmern durch die Finanzpolizei.
 
Ein betroffener Unternehmer könne sich mit seiner Beschwerde an die Ombudsstelle wenden, diese prüfe die Beschwerde und werde sie gegebenenfalls an die „zuständigen Spitzenbeamten“ im Finanzministerium melden, so der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Klaus Hübner.

Niederösterreich ist das erste Bundesland, in dem eine derartige Ombudsstelle eingerichtet wird. Die Ombudsstelle ist unter der Telefonnummer 0810/206390 erreichbar.