Erstellt am 29. Oktober 2015, 18:15

von Anita Kiefer

Niederösterreichs Chancen auf EU-Gelder stehen gut. VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav traf auf ihrer Delegationsreise nach Brüssel den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger. Niederösterreichs Chancen stünden gut, Gelder von der Europäischen Investitionsbank für den Breitbandausbau im Land zu erhalten, so Oettinger.

VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav traf EU-Kommissar Günther Oettinger, zuständig für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, in Brüssel.  |  NOEN, Alain Bienenstock
Als ein „sehr gutes Gespräch“ bezeichnete Landesrätin Bohuslav den Dialog mit EU-Kommissar Oettinger im Zuge ihrer Delegationsreise nach Brüssel. Kernthema des Gesprächs war der Breitbandausbau in Niederösterreich. Bohuslav betonte, dass Oettinger das Niederösterreich-Modell, nachdem das Land und die Gemeinden die Herstellung der Basis-Breitbandinfrastruktur im ganzen Land übernehmen werden, als „Best-Practice-Modell“ bezeichnet habe.

Der Breitbandausbau in Niederösterreich soll überall dort vom Land übernommen werden, wo private Anbieter dies nicht selbst tun – also vor allem in dünner besiedelten Regionen. 2030 soll der Ausbau abgeschlossen sein und insgesamt rund eine Milliarde Euro kosten. 250 Millionen Euro sollen dazu ja aus Landesmitteln finanziert, die übrigen 750 Millionen Euro fremdfinanziert werden.

NÖ-Modell laut Oettinger "passgenau"

Er sei „mit der Regierung in Niederösterreich seit Monaten in Kontakt“, so Oettinger. Er halte das NÖ Modell für „sehr gut geeignet“ und „passgenau“ für ein Flächenbundesland wie Niederösterreich. Er werde der Europäischen Investitionsbank empfehlen, das Projekt finanziell zu unterstützen, kündigte der EU-Kommissar an.

Niederösterreich hofft auf EU-Gelder

2015 wurden aus Landesmitteln 6,9 Millionen Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt. Von 2016 bis 2020 werde je eine Investitionssumme von zehn Millionen Euro – also in Summe 50 Millionen Euro für diesen Zeitraum angestrebt, so Helmut Miernicki, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur des Landes NÖ, ecoplus.

Laut Kommissar Oettinger stünden Niederösterreichs Chancen gut, Gelder von der Europäischen Investitionsbank zu erhalten. Das Land Niederösterreich hoffe auf eine Verdoppelung der eigenen Investitionen in den nächsten Jahren durch die Europäische Investitionsbank, so Helmut Miernicki.