Erstellt am 05. Dezember 2017, 01:25

von Anita Kiefer und Eva Hinterer

"Wintersaison-Personal-Bedarf ist definitiv da“. Im Westen stöhnen die Betriebe wegen des Personalmangels. Auch in Niederösterreich werden noch Leute gesucht, die Lage ist aber nicht so angespannt.

Karl Fakler, Chef des AMS Niederösterreich.  |  Franz Gleiß

Dass die Gastronomie mit Personalmangel kämpft, bestätigt Mario Pulker, WKNÖ-Obmann der Fachgruppe Gastronomie – auch in den NÖ Skigebieten. Im Westen sei das Problem aber natürlich größer, so Pulker.

Laut Karl Fakler, Chef des AMS NÖ, können Arbeitskräfte unter bestimmten Voraussetzungen auch über weitere Strecken in NÖ vermittelt werden. „Ja, das ist möglich und, wenn Betreuungspflichten geregelt und eine Unterkunft angeboten wird, die Pflicht des Arbeitslosen, sich um diese freie Stelle zu bewerben, wenn das AMS einen Vermittlungsvorschlag macht. Passiert dies nicht oder wird eine zumutbare Stelle abgelehnt, ist mit einer befristeten Sperre des Arbeitslosengeldes oder der Notstandshilfe zu rechnen.“

Mario Pulker, WKNÖ-Obmann Fachgruppe Gastronomie.  |  privat

Ein Blick in den Bezirk Scheibbs zeigt, dass man in Lackenhof und am Hochkar vor ähnlichen Problemen steht wie ganz Österreich: „Wir brauchen immer Leute, der Bedarf ist definitiv da“, sagt Ines Enöckl von den Hochkar-Bergbahnen.

Nicht restlos glücklich ist man im Bezirk Lilienfeld: In Annaberg arbeitet die Gastronomie mit Personal aus Ungarn und Rumänien, „es gibt wenig Stammpersonal, aber der Bedarf kann gedeckt werden“, sagt Kathalin Burger von der Gemeinde.

Hochzufrieden ist Jauerling-Geschäftsführer Michael Reichl: „Wir haben ein super Team von etwa 40 Leuten, das bleibt zum Großteil von Saison zu Saison auch bestehen.“ Zufriedenheit auch im Bezirk Neunkirchen: Einzig in St. Corona wäre noch Platz für Skilehrer und Gastro-Personal; Puchberg am Schneeberg und Mönichkirchen-Mariensee sind „voll besetzt“.