Erstellt am 23. Dezember 2015, 03:13

von Martin Gebhart

NÖ Gemeinden sind bei Verwaltung top. Nur 444 Euro pro Kopf an Personalausgaben in den NÖ Kommunen.

Alfred Riedl: Steigende Belastungen für Gemeinden im Sozialbereich.  |  NOEN, Felicitas Matern

Zufrieden mit der finanziellen Entwicklungen der NÖ Gemeinden zeigten sich Gemeindeverbandspräsident Alfred Riedl (VP) und Landesfinanzreferent Wolfgang Sobotka (VP) anlässlich der Präsentation des Gemeindefinanzberichtes. Demnach waren in den vergangenen vier Jahren rund 210 Millionen Euro an Schulden abgebaut und die Zahl der Sanierungsgemeinden halbiert worden.

Allein im Jahr 2014 wurden in NÖ die Schulden der Gemeinden um 1,7 Prozent reduziert, bundesweit waren es 0,7 Prozent gewesen. Die Zahl der Sanierungsgemeinden ist von 60 auf 29 reduziert worden. In NÖ wurde von den Kommunen insgesamt sogar ein Maastricht-Überschuss von 67 Millionen Euro erzielt. „Damit tragen die Gemeinden wesentlich dazu bei, dass die Republik ihre EU-Defizitzahlen einhalten kann“, so Riedl und Sobotka.

Stolz ist man auch auf die Verwaltungskennzahl. Mit Personalausgaben von 444 Euro pro Kopf liegt NÖ auf dem ersten Platz. Im Bundesschnitt betragen die Ausgaben pro Kopf 507 Euro. Wobei Alfred Riedl im Hinblick auf die Verhandlungen zu einem neuen Finanzausgleich auf die steigenden Belastungen für die Gemeinden verweist. Speziell im Sozialbereich, etwa bei der Mindestsicherung, für die die Gemeinden 50 Prozent der Kosten tragen müssen. Riedl: „Auch Bildungs- und Steuerreform werden den Gemeinden viel kosten. Zahlreiche Bundesgesetze und Bundesvorgaben sind letztlich von den Gemeinden umzusetzen und damit auch zu finanzieren.“


Eckzahlen der NÖ Gemeinden

  • Schulden: Im Jahr 2010 hatten die NÖ Gemeinden insgesamt 3,78 Milliarden Euro Schulden. Mit Ende 2014 waren es nur mehr 3,57 Milliarden Euro.

  • Schuldenaufnahmen: Im Jahr 2010 waren von den NÖ Gemeinden 444 Millionen Euro an Schulden aufgenommen worden. Im Jahr 2014 belief sich diese Zahl nur noch auf 298 Millionen Euro.

  • Rücklagen: Im Jahr 2010 konnten die Gemeinden 222 Millionen Euro an Rücklagen aufweisen. Im Jahr 2014 waren es immerhin 279 Millionen Euro.