Erstellt am 19. Mai 2016, 05:34

von Martin Gebhart

NÖ hofft auf Ende der Russland-Sanktionen. Hochrangige Delegation der Moskauer Gebietsduma trotz Sanktionen in NÖ.

Intensive Gespräche über die Beziehungen zu Russland: VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und VP-Landtagspräsident Hans Penz mit Sergey Judakov von der Moskauer Gebietsduma.  |  NOEN, Klingenbrunner

Als im Weingut Lenz Moser in Rohrendorf (Bezirk Krems) ÖVP-Landtagspräsident Hans Penz mit der hochrangigen Delegation der Moskauer Gebietsduma zu einem Abendessen zusammensaß, konnte man den Eindruck haben, als ob die Beziehungen zwischen Österreich und Russland trotz der EU-Sanktionen nie gelitten hätten. So entspannt und freundlich war die Atmosphäre. Und dennoch tauchten diese in den Gesprächen immer wieder auf.

Die hatten auch das Besuchsprogramm der Delegation mit Vorsitzendem Sergey Judakov an der Spitze immer wieder begleitet. Da gab es Gespräche mit VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, da wurden die in Russland stark engagierte Obergrafendorfer Firma Styx, der Technopol-Standort Tulln, die Donau-Universität und die Fachhochschule in Krems sowie eben das Gut Lenz Moser, das sehr viel Wein nach Russland liefert, besucht. Mit dabei auch Vertreter der Landtagsparteien.

Wobei NÖ klarmachte, dass Russland nach wie vor als Zukunftsmarkt gilt und man deswegen auf ein Ende der Sanktionen hofft. Derzeit beträgt das NÖ Handelsvolumen rund 250 Millionen Euro. 500 Millionen wären möglich „falls die Sanktionen auslaufen“, so Penz.