Erstellt am 11. April 2017, 02:54

von Martin Gebhart

NÖ: Junge Grüne auch vor Ausschluss. Landespartei steht hinter dem Beschluss der Bundespartei. Junge Grüne stehen zu Petrik.

Grünen-Landesgeschäftsführer Hikmet Arslan: „Werden weiterhin eine Jugendorganisation haben.“  |  Erich Marschik

Der Konflikt zwischen der Bundespartei der Grünen und den Jungen Grünen schwappt auch auf NÖ über. „Wir stehen hinter der Entscheidung des erweiterten Bundesparteivorstandes“, sagt Landesgeschäftsführer Hikmet Arslan. Wie auf Bundesebene werden auch in NÖ die Jungen Grünen ausgeschlossen. Dazu hat Arslan der Jugendorganisation einen Brief zukommen lassen, worin er um eine Stellungnahme bittet, wie sie sich eine künftige Zusammenarbeit mit der Partei vorstellen.

Doch genauso wie die Landespartei in dieser Causa hinter Bundessprecherin Eva Glawischnig steht, genauso bekennen sich die Jungen Grünen NÖ zu ihrer Bundesvorsitzenden Flora Petrik. Diese hatte den Ausschluss ja provoziert, weil sie mit den Jungen Grünen bei den Hochschülerschaftswahlen antreten wollte, obwohl die Grünen die Liste GRAS unterstützen.

"Wir stehen ganz klar hinter Flora Petrik"

Stefan Glaser aus Wiener Neustadt, Landesvorsitzender der Jungen Grünen in NÖ: „Wir stehen ganz klar hinter Flora Petrik und unserer Bundesorganisation. Wir teilen die Einschätzung, dass die Grünen sich öffnen und mehr Menschen einbinden müssen.“ Auf den Brief von Arslan reagierte Glaser so: „Der mehrseitige Brief beinhaltet leider viele Zitate, die aus dem Kontext gerissen sind, und einige Fehlinformationen. Entweder die Verfasser sind in mehreren Punkten falsch informiert worden oder sie verbreiten wissentliche Fehlinformationen über die Jungen Grünen.“

Jedenfalls wollen die Jungen Grünen in NÖ nun mit den Mitgliedern diskutieren, „in welcher Form wir uns nach dem Ausschluss durch die Parteispitze in Zukunft politisch einbringen wollen“, so Glaser. Und sein Statement zu Bundessprecherin Eva Glawischnig: „Ob Eva Glawischnig jetzt noch die richtige Person an der Spitze der Partei ist, müssen die Grünen selbst für sich beantworten.“

Hikmet Arslan jedenfalls setzt auf die vielen Jugendlichen, die derzeit bereits in den Ortsgruppen lokal mitarbeiten: „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch weiterhin eine Jugendorganisation haben werden.“ Und: „Ich glaube, wir fangen die Situation wieder ein. Wir schlagen die Tür jedenfalls nicht zu.“