Erstellt am 26. April 2016, 08:44

von Martin Gebhart

NÖ Landesakademie wird neu aufgestellt. Die Landesakademie in ihrer derzeitigen Form wird aufgelöst. Künftig soll eine Stiftung NÖ-Zukunftsthemen entwickeln.

Geschäftsführer Christian Milota: »Wir sind ein herzeigbarer Servicedienstleister geworden.«  |  NOEN, zVg

Die Klubobleute des NÖ Landtags erfuhren es in der Vorwoche aus dem Mund von ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger, der Belegschaft wurde die Botschaft von Geschäftsführer Christian Milota mitgeteilt: Die NÖ Landesakademie wird es in der derzeitigen Form nicht mehr geben. Am Umbau wird ab sofort gearbeitet.

Das Ziel dieses Schrittes: Etliche Bereiche, die noch zur Landesakademie resultieren, sollen in anderen Bereichen untergebracht werden. Etwa das Akut-Team für Krisenfälle, das künftig ein Teil von Notruf 144 sein könnte. Oder andere Bereiche in die Hoheitsverwaltung des Landes. Ein Kernbereich wird übrig bleiben, wofür eine gemeinnützige Stiftung geschaffen werden soll. Klubobmann Schneeberger: „Inhaltlich soll es ein Think Tank für das Land werden.“ Eine Art bunte Zukunfts-Denkwerkstätte, für die von Wissenschaftlern bis hin zu Künstlern möglichst viele Bereiche herangezogen werden.

Talenthaus wird nicht in Stiftung eingegliedert

Das Konzept dazu stammt vom Rektor der Donau-Universität, Friedrich Faulhammer. Die Details sollen in den kommenden Wochen genau erarbeitet werden. Nicht in die Stiftung eingegliedert wird das Talenthaus der Landesakademie. Da werde man erst schauen, wo das hinkommt, so Schneeberger.

Dass diese Umwandlung der NÖ Landesakademie nur deswegen erfolgt, um im Budget Geld zu sparen, weist Schneeberger zurück. Allerdings: Die neue Konstruktion dürfte auch nicht mehr kosten.

Geschäftsführer Christian Milota bestätigt, dass es das wissenschaftliche und forschende Arbeiten an der Landesakademie schon lange nicht mehr gegeben habe. Aber: „Wir sind zu einem herzeigbaren Servicedienstleister geworden.“ In der Jugendförderung, im Bereich des Ehrenamtes oder der Zivilgesellschaft. Und mit der Bevölkerung und der Forschung als Partner.

Die derzeitige Konstruktion werde es nicht mehr geben. Es gelte jetzt, die Kernkompetenz der NÖ Landesakademie in eine andere Gesellschaftsform hinüber zu führen, so Christian Milota zur NÖN.