Erstellt am 18. Januar 2018, 16:07

Grüne Unterstützung durch Bundeschef Kogler. Im Wahlkampffinale rückt der Steirer für Niederösterreichs Spitzenkandidatin Helga Krismer aus.

Werner Kogler  |  APA (Archiv)

Nach dem Rauswurf aus dem Parlament nach 30 Jahren bei der Nationalratswahl im Oktober des Vorjahres sind bei den Grünen jetzt alle Augen auf die niederösterreichische Landtagswahl am 28. Jänner gerichtet. Finanziell müssen die grünen Landesparteien der Bundespartei unter die Arme greifen.

Der Steirer Werner Kogler, der die Bundespartei nach dem Desaster bei der Nationalratswahl ehrenamtlich bis zum heurigen Frühjahr führt, versucht im Endspurt vor der Niederösterreich-Wahl, bei der es für die Grünen mit der neuen Spitzenkandidatin, Klubobfrau Helga Krismer um den Verbleib im Landtag geht, seine grünen Parteikollegen mit Auftritten zu unterstützen. Dabei soll vor allem das Image der Grünen als Kontrollpartei verstärkt werden.

Kampf gegen Korruption und Umweltthemen

Der langjährige grüne Nationalratsabgeordnete setzt dabei auf Kernthemen der Grünen, nämlich auf den Kampf gegen Korruption und Umweltthemen. Kogler war in der Vergangenheit ebenso wie sein nunmehriger Ex-Parteikollege Peter Pilz vor allem bei der Aufklärungsarbeit in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen an vorderster Front dabei.  Am Donnerstagabend war Kogler in Schwechat zu einem Vortrag eingeladen. Am Montag ist ein weitere Veranstaltung der Grünen mit Kogler im Stadtkino Horn angesetzt. Das Thema seines Gesprächs in beiden Fällen: „Saubere Politik, saubere Umwelt“.

Bei der Landtagswahl 2013 kamen die Grünen auf 8,1 Prozent der Stimmen und vier Mandate im Landtag. Sie waren damit hinter ÖVP, SPÖ, Team Stronach, das bei der Wahl am 28. Jänner nicht mehr antritt, und knapp hinter der FPÖ (8,2 Prozent) fünftstärkste Partei. Dieses Mal kommen als neue Konkurrenz die erstmal antretenden Neos dazu. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2017 stürzten die Grünen in Niederösterreich auf 2,7 Prozent ab.