Erstellt am 28. Januar 2016, 11:31

von Carina Ganster, Eva-Maria Leeb und APA Red

Norbert Hofer wird FP-Bundespräsidentenkandidat. Die FPÖ schickt den Pinkafelder Norbert Hofer ins Präsidentenrennen. Damit hat er sich nun doch dazu überreden lassen, für die Freiheitlichen als Bundespräsident zu kandidieren. Das wurde jedenfalls am Donnerstag bekannt.

 |  NOEN, APA
Nach langen parteiinternen Diskussionen wird die FPÖ den Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer in das Rennen um die Bundespräsidentschaft schicken.

„Hofer ist unser Wunschkandidat“

Bis zuletzt wurde heftig diskutiert, jetzt will Parteichef Heinz-Christian Strache Hofer in das Rennen um die Bundespräsidentschaft schicken. Der Beschluss sei bereits vor einiger Zeit einstimmig in Bundesparteivorstand und -präsidium gefallen.

„Hofer ist unser Wunschkandidat“, erklärte Strache. Es sei ausgemacht gewesen, zunächst Hofer zu fragen und dann Ursula Stenzel.

Geheimnis nach Monolog gelüftet

Strache sprach am Donnerstag von einer "eindeutigen und einstimmigen Entscheidung", die in der Partei "offen und breit diskutiert" worden und "nach langer reiflicher Überlegung" gefallen sei - "und zwar gestern zu Mittag".

Strache schüttete bei der Pressekonferenz jede Menge Spott und Hohn über die Medien aus, die sich mit Spekulationen über die blaue Kandidatur im Vorfeld blamiert hätten.

Seinen Auftritt versuchte er betont spannend zu gestalten: Gelüftet wurde das "Geheimnis" des FPÖ-Kandidaten nach rund 15 Minuten Monolog schließlich durch die Enthüllung eines Hofer-Plakats - und zwar ausgerechnet durch Ursula Stenzel, deren Antreten noch bis gestern als fix gegolten hatte.


Stimmen aus Hofers Heimatgemeinde Pinkafeld:

VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser: „Er ist sicher ein guter Kandidat. Er wäre auch vom Alter her jemand, der andere Perspektiven gibt.“

SP-Stadtrat Horst Franz: „Ich bin verwundert, dass er nun doch kandidiert. Es ist auf alle Fälle eine Aufwertung für Pinkafeld.“


BVZ.at hatte berichtet: