Wiener Neustadt

Erstellt am 31. Januar 2018, 11:50

von NÖN Redaktion

Pennälerring schließt Germania Wiener Neustadt aus. Der Vorstand des Pennälerrings stellt sich in einem Beschluss klar gegen antisemitische Tendenzen.

Burschenschaft Germania Wiener Neustadt  |  APA/BARBARA GINDL

Weitere Konsequenzen gibt es jetzt nach dem Bekanntwerden eines Liederbuches mit Holocaust-verherrlichendem Text der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt. Der Österreichische Pennälerring (ÖPR)  als Dachorganisation hat die Germania zu Wiener Neustadt mittels Vorstandsbeschluss einstimmig ausgeschlossen. Wie ÖPR-Chef Udo Guggenbichler betonte, stelle sich der Verband in einer Präambel, mit der die Satzung des ÖPR ergänzt wird, „gegen jede Form des Antisemitismus und Rassismus“.

Im Zusammenhang mit dem Liederbuch der Germania Wiener Neustadt wird gegen vier Personen ermittelt. Die Causa wurde knapp vor der niederösterreichischen Landtagswahl am vergangenen Sonntag bekannt, der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer war daraufhin unter Beschuss geraten und hat seine Mitgliedschaft bei der Germania zu Wiener Neustadt ruhend gestellt, gegen ihn wird aber nicht ermittelt.

In seinem Vorstandsbeschluss stellte der Österreichische Pennälerring in der neuen Präambel fest: „Der Verband und seine Korporationen bekennen sich zur demokratischen Republik Österreich und achten die Bundesverfassung als ihr höchstes Gut.“  Der ÖPR und seine Mitglieder „lehnen jede Form eines totalitären Systems entschieden ab“. Als Verband stelle man sich gegen jede Form des Antisemitismus und Rassismus. Weiter heißt es in dem der NÖN vorliegenden Text: „Die Verbrechen, die an den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus begangen wurden, verpflichten uns, mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Totalitarismus und antisemitischen Tendenzen immer energisch entgegenzutreten.“