Erstellt am 21. März 2017, 02:32

von Martin Gebhart

Mikl-Leitner auf „Bünde-Tour“. Im Vorfeld des Landesparteitages stellte sich künftige Landeshauptfrau den Teilorganisationen.

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Die ÖVP fiebert dem Landesparteitag entgegen, der am Freitag und Samstag im VAZ St. Pölten über die Bühne geht. Für die künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist es der erste große Stimmungstest. Im Vorfeld stellte sie sich den Teilorganisationen ihrer Partei.

Die künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner tourte zu allen Bünden der ÖVP. Am Bild oben beim NÖAAB-Empfang mit Karl Wilfing, Sandra Kern, Michael Kostera, Sandra Mayerhofer und Wolfgang Sobotka. Am Bild unten beim Landesbauernrat mit Klaudia Tanner, Hermann Schultes, Stephan Pernkopf und dem künftigen Landesrat Ludwig Schleritzko.  |  Philipp Monihart, Philipp Monihart

Gemessen an der Zustimmung, die sie dort erhielt, dürfte eigentlich am Landesparteitag nichts schief gehen. So waren selten zuvor so viele Funktionäre aus den Gemeinden zum NÖAAB-Empfang in die Landesparteizentrale in St. Pölten gekommen. Dort präsentierte Landesobmann und Innenminister Wolfgang Sobotka „unsere“ Johanna Mikl-Leitner als „starke Partnerin im Kampf für die Beschäftigten“. Und er forderte alle Delegierten auf, unbedingt zum Landesparteitag zu kommen und für Mikl-Leitner ein Zeichen zu setzen.

Ähnlich die Stimmung beim Landesbauernrat am vergangenen Samstag. Dabei betonte Mikl-Leitner, dass der NÖ Bauernbund eine „tragende Säule“ der Volkspartei sei. Im Gegenzug versicherte ihr NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes die Unterstützung: „Heute ist der Tag für ein Versprechen für Niederösterreich und für die Bäuerinnen und Bauern. Gemeinsam wollen wir Brücken in die Zukunft bauern und gemeinsam mit Johanna Mikl-Leitner für die Zukunft Niederösterreichs arbeiten.“

Sonja Zwazl: Programm-Broschüre für die künftige Landeshauptfrau Mikl-Leitner.  |  NLK/Burchhart

Und mit Stephan Pernkopf als Landeshauptmannstellvertreter und Ludwig Schleritzko als Finanzlandesrat habe sie künftig zwei starke Partner aus dem Bauernbund in ihrem Regierungsteam.

Im Vorfeld des Landesparteitages gab es auch ein Treffen mit Sonja Zwazl, Wirtschaftsbundobfrau und Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer. Dabei wurde Johanna Mikl-Leitner im Beisein etlicher Wirtschaftskammer-Funktionäre die Broschüre „Mehr Wirtschaft“ offiziell überreicht.

Forderungsbroschüre der Wirtschaftskammer

Darin ist ein richtiger Forderungskatalog zu Themen wie Infrastruktur, Bildung, Innovation, Internationalisierung, Regionalität oder Entbürokratisierung zu finden. Wobei gezielt die Landespolitik ins Visier genommen wird. Etwa im Hinblick auf die NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) und den Landtag. Wörtlich heißt es in der Broschüre: „Die Expertise der WKNÖ muss im Vorfeld der landesrechtlichen Gesetzeswerdung verstärkt herangezogen werden. Im Landtag eingebrachte Initiativanträge dürfen nicht das Begutachtungsrecht der WKNÖ unterlaufen.“

Übrigens: Beim Landesparteitag wird es 493 Delegierte geben. Dazu werden weitere 500 Gastdelegierte erwartet.