Erstellt am 16. Mai 2017, 00:32

von Anita Kiefer

Offen für Autobahn ins Waldviertel. Schleritzko setzt Arbeitsschwerpunkte und will über Waldviertel-Autobahn diskutieren.

VP-Landesrat Ludwig Schleritzko (r.; im Bild mit Straßenbaudirektor Josef Decker) verschließt sich laut eigenen Angaben einer Waldviertel-Autobahn nicht von vornherein.  |  NLK/Burchhart

Für ihn sei eine Waldviertel-Autobahn „kein Tabuthema“. Mit dieser Aussage überraschte der seit April für Straßenbau zuständige VP-Landesrat Ludwig Schleritzko im Rahmen einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit. Er verschließe sich dem Thema grundsätzlich nicht, betonte Schleritzko, man müsse aber jedenfalls die Region dabei hören und das Thema vor Ort anschauen. Allein im Waldviertel werden in NÖ bis 2020 180 Millionen Euro in das Straßennetz investiert. In ganz NÖ werden 1,3 Milliarden Euro investiert.

Drei Schwerpunktfelder wurden definiert

Grundsätzlich hat Ludwig Schleritzko für seine Arbeit am 14.000 Kilometer umfassenden Straßennetz in Niederösterreich in den kommenden Jahren drei Schwerpunktfelder festgelegt: Verkehrssicherheit, sinnvolle Mobilität und schonender Umgang mit Ressourcen. Was das Thema Sicherheit angeht, so will Schleritzko im Wesentlichen den begonnenen Kurs fortsetzen. Rund zwanzig Unfallhäufungsstellen pro Jahr sollen saniert, Kreisverkehre errichtet und die Aktion Schutzengel weitergeführt werden.

Beim Thema sinnvolle Mobilität gab Schleritzko an, dass es eine „enge Abstimmung zwischen Individualverkehr und öffentlichem Verkehr“ zu finden gelte. Er und VP-Landesrat Karl Wilfing seien ja bei der Regierungsklausur damit beauftragt worden, ein Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Im Wesentlichen plane Schleritzko hierbei, die Park&Ride-Anlagen im Land weiter auszubauen, in die Straßeninfrastruktur – also den Erhalt von Landesstraßen – zu investieren und den Ausbau von Radwegen und Ortsdurchfahrten voranzutreiben. Ein weiterer Schwerpunkt werde hier auch das Thema Umfahrungen sein, etwa jene um Zwettl, Wieselburg, Drasenhofen und Laa/Thaya.

Beim Thema Ressourcenschonung will Schleritzko weiter auf den Ausbau der E-Autos im Straßendienst setzen und sich im Bereich des Flächenausbaus anschauen, inwieweit dieser vorangetrieben werden müsse.