Erstellt am 28. September 2015, 09:36

von Martin Gebhart

OÖ-Wahl: Entsetzen & Respekt. Die Wahl im Nachbarbundesland hat herbe Verluste für ÖVP und SPÖ gebracht. Die ÖVP zollte dennoch Landeshauptmann Josef Pühringer Respekt für den Platz eins.

Gratulation schon am Nachmittag: FP-Bundesparteiobmann HC Strache mit seinem Spitzenkandidaten und Wahlsieger Manfred Haimbucher.  |  NOEN, APA
Es kam schlimmer als erwartet. Zuletzt hatte man bei der ÖVP noch gehofft, dass vielleicht die 40 Prozent nur knapp nicht geschafft werden. Dann stand am Wahlsonntag aber sogar infrage, ob die ÖVP den ersten Platz halten wird. Den schaffte sie noch klar vor der siegreichen FPÖ.

Dank Landeshauptmann Josef Pühringer, so die einhellige VP-Reaktion. Wobei allen klar war, dass das Asylthema für dies alles ausschlaggebend war.

Auch NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll zollte seinem Kollegen „größten Respekt“. Er habe „mit der oberösterreichischen ÖVP tapfer gekämpft und den ersten Platz im Land gehalten“.



SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer reagierte ernüchtert über den Rückfall seiner oberösterreichischen Kollegen. Laimer: „Das war ein Rechtsruck mit Turbo. Die Angst vor der Zukunft hat gesiegt.“ Die beiden Regierungsparteien müssten endlich Antworten auf diese Fragen finden.

Jubel auch in der FPÖ in NÖ. Landesparteiobmann Walter Rosenkranz gratulierte dem Team von Manfred Haimbuchner. Und er machte auch eine Kampfansage für NÖ: „Wir werden alles daran setzen, bei der Landtagswahl 2018 auch in Niederösterreich die neue politische Normalität herzustellen und die FPÖ zur zweitstärksten Kraft im Land zu machen.“

Zufrieden war Madeleine Petrovic von den NÖ Grünen, dass ihre Partei trotz der Rahmenbedingungen zugelegt hat.


 

Das Ergebnis:

ÖVP 36,37% -10,39%
SPÖ 18,37% -6,57%
FPÖ 30,36% 15,07%
GRÜNE 10,32% 1,14%
NEOS 3,47% 3,47%
CPÖ 0,36% -0,07%
KPÖ 0,75% 0,19%
BZÖ   -2,83%