Erstellt am 26. April 2016, 06:44

von Heinz Bidner

Peter Hajek: „Müssen die Methoden adaptieren“. Peter Hajek will eine Diskussion, ob drei Wochen vor einer Wahl keine Umfragen mehr erstellt werden.

 |  NOEN, Roland Schlager (APA)

Peter Hajek vom Meinungsforschungsinstitut Public Opinion Strategies zieht aus dem Trend, dass Umfrageergebnisse nur mehr tendenziell mit den Wahlergebnissen zusammenstimmen, zwei Erkenntnisse.

Einerseits wären die Menschen immer schwerer zu erreichen: „Sie sagen uns zwar, welches Auto sie fahren, aber nicht, wen sie wählen wollen.“ Andererseits wäre den Menschen vollkommen egal, welche Umfragen im Vorfeld publiziert werden: „Sie wählen trotzdem, was sie wollen.“

Methoden und Fragestellungen adaptieren

Welche Konsequenzen zieht Hajek für die Meinungsforschung daraus? „Wir müssen schauen, wie wir die Methoden und Fragestellungen adaptieren können, um die Stimmungslage besser einfangen zu können“, meint der Meinungsforscher.

Und: „Wir sollten darüber zumindest diskutieren, drei Wochen vor der Wahl keine Umfragen mehr zu erstellen.“ Das wäre schon in anderen Ländern so geregelt. Auch das Gallup-Institut in den USA würde es derart handhaben.