Erstellt am 29. November 2016, 01:40

von Anna Hlawatsch

Große Probleme scheinen unlösbar. Rollentausch im Landtag, Schüler referierten über Social Media und Integration.

Politikwissenschaftler Peter Filzmaier mit Paul Kriener (Seitenstetten) und Nadine Moser (Zwettl) sowie NÖ Landtagspräsident Hans Penz.  |  Marschik

Nicht neu ist die Veranstaltung „Politik hört zu“. Begehrt ist sie aber allemal. Das bewies die 6. Auflage vergangene Woche im NÖ Landtag. Rund 150 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen in Niederösterreich im Alter von bis zu 14 Jahren referierten dort über Themen wie „Social Media – Verantwortung“ und „Flucht & Asyl“.

„Normalerweise ist es hier ja nicht so ruhig“, scherzte der Präsident des NÖ Landtags, Hans Penz, bei der Begrüßung. Und laut war es wirklich nicht. Gespannt lauschten Politiker und Schüler den Ausführungen der Vortragenden des Bundesgymnasiums (BG) Babenbergerring aus Wiener Neustadt, der Privaten Neuen Mittelschule (NMS) Zwettl, des Gymnasiums (BG/BRG) Laa an der Thaya, der Sportmittelschule (SMS) Ybbs, des Stiftsgymnasiums Seitenstetten und der Neuen Mittelschule St. Pölten-Viehofen.

Die Schülerinnen des BG Babenbergerring Sophie Nina Past, Eva Höggerl und Jessica Futschik referierten über „Social Media“.  |  Marschik

Erstaunt war man im Landtagssaal vor allem darüber, dass acht Prozent der anwesenden Schüler bereits mit Mobbing zu tun hatten. Beim Thema Integration wiederum bewertete die Mehrheit der anwesenden Schüler, dass diese sehr gut bis gut in den Schulen funktioniere.

Im Blick auf Österreich konstatierten die meisten eher das Gegenteil. Dazu fanden die St. Pöltner den treffenden Schlusssatz: „Die großen Probleme scheinen unlösbar, aber nicht in unseren Klassen.“