Erstellt am 17. Februar 2016, 07:24

von Marlene Penz

Politik hörte Schülern zu. 400 Schüler diskutierten und präsentierten den NÖ Abgeordneten ihre Standpunkte zu EU, Mobilität und Werten.

Johanna Sumetsberger, Niklas Küffer und Bettina Wegenkittl vom BRG/BORG St. Pölten präsentierten ihre Zukunftsvisionen zur EU.  |  NOEN, Franz Gleiß

Bereits zum fünften Mal fand die Veranstaltung "Politik hört zu" im NÖ Landtag statt. Dabei werden Schüler eingeladen, mit der Politik in Austausch zu treten und ihre Meinungen, Ansichten und Vorschläge zu aktuellen Fragestellungen hervorzubringen. Die Themen diesmal: „Was wird aus Europa?“, „Arbeitsplatz – Mobilität“ und „Werte – Regeln – Freiheit“.

Insgesamt sieben Schulen haben dazu Präsentationen und Statements vorgetragen. Diese wurden vom Politologen Peter Filzmaier kommentiert. Abschließend wurde zu jedem Themenblock über bestimmte Fragen abgestimmt.

Dabei hat sich unter anderem gezeigt, dass sich rund 83 Prozent der Teilnehmer mehr Mitspracherecht in der Europäischen Union und rund 68 Prozent wieder Grenzkontrollen wünschen. Damit die Schüler ihren Wohnort nicht verlassen, müssen, sollten attraktive Arbeitsplätze vorhanden sein. Für 74 Prozent ist das Ausland als Ausbildungsplatz eine Option.

Bei der Aktion machten rund 400 Schüler aus Berufsschulen, höheren berufsbildenden Schulen und Gymnasien mit. 170 waren im Landtagssitzungssaal versammelt, der Rest via Live-Stream dabei. Rund die Hälfte der Landtagsabgeordneten waren als Zuhörer gekommen.

„Das war politische Bildung in Reinkultur, vor allem für die Politik“, so Johann Heuras, Präsident des NÖ-Landesschulrats, abschließend. Und Landtagspräsident Hans Penz: „Der heutige Tag ist im Besonderen der Zukunft gewidmet.“

Zitiert

„Betreffend der Zukunft Europas hoffen wir auf mehr Toleranz bezüglich Flüchtlingen, Religion und sexueller Orientierung, damit jeder so leben kann, wie er es braucht, um den sozialen Frieden aufrecht zu erhalten.“
Johanna Sumetsberger, BRG/BORG St. Pölten

„Um der Abwanderung entgegenzuwirken, muss die Politik günstige Rahmenbedingungen setzen, damit Arbeitsplätze geschaffen, junges Unternehmertum gefördert – ob die Registrierkassenpflicht dazu beiträgt, wird sich zeigen –, günstiges Wohnen ermöglicht und Breitbandinternetausbau erweitert wird.“
Daniel Pfisterer, HTBL Waidhofen/Ybbs