Erstellt am 01. März 2016, 05:04

von Martin Gebhart

Politische Randnotizen. Martin Gebhart über Geburtstagsfeier für Stadler & einen raschen Rückzug.

Martin Gebhart Politische Randnotizen NÖN-Wand  |  NOEN, Karl Stadler

Von „edlen Roten“.

Dass das Verhältnis zwischen Land und Landeshauptstadt passt, sah man bei einem Geburtstagsessen im Millenniumssaal des Landhauses. Da hatte VP-Landeshauptmann Erwin Pröll den St. Pöltner SPÖ-Bürgermeister und SPÖ-Landesparteivorsitzenden Matthias Stadler eingeladen, um ihm in Anwesenheit hoher Gäste zum 50. Geburtstag zu gratulieren. Als Geschenk erhielt Stadler eine wertvolle Karaffe, um „edle Rote“ zu verkosten, wie es Pröll formulierte. Stadler griff das in seiner Antwortrede auf, um darauf hinzuweisen, dass es ihm ständig darum gehe, „Rote zu veredeln“. Eine Passage, bei der wohl SPÖ-Landeshauptmannstellvertreterin Karin Renner am genauesten hinhörte. Pröll als auch Stadler lobten die gute Zusammenarbeit im Land. Pröll: „Wenn es um das Land geht, muss es egal sein, welcher Partei wir angehören oder welcher Ideologie wir anhängen.“ Bei der Gegenrede von Matthias Stadler klang diese Passage über die Zusammenarbeit wie eine Abrechnung mit seinem Vorgänger Sepp Leitner, auch wenn er diesen Namen nicht aussprach. Aber er wandte sich dezidiert gegen den Konfliktkurs in dieser Zeit. Pröll wünschte Stadler jedenfalls für so manches alles Gute – nur nicht für die bevorstehende St. Pöltner Gemeinderatswahl.

Rückzug von Mimi Wunderer.

Beim Stadtparteitag in St. Pölten wurde Matthias Stadler mit über 98 Prozent als SPÖ-Stadtvorsitzender bestätigt. Als Spitzenkandidat für die Wahl erhielt er 97,4 Prozent der Delegiertenstimmen. Für Diskussionen am Rande sorgte ein anderer Umstand: Mimi Wunderer, die ehemalige Intendantin der Bühne im Hof und vorjährige Kulturpreisträgerin des Landes, scheint nicht mehr auf der Kandidatenliste auf. Sie war vor wenigen Wochen als Kandidatin der SPÖ auf den 28. Listenplatz gereiht worden. Was in Kulturkreisen für Aufsehen sorgte. Danach scheint sie mit ihrem politischen Schritt aber nicht mehr so richtig glücklich gewesen zu sein, weswegen sie sich nun wieder zurückzog. Offiziell aus gesundheitlichen Gründen.

Sobotka als Ski-Rennläufer.

Vor zwei Jahren hatte VP-Landesvize Wolfgang Sobotka das Versprechen gegeben, bei Landes-Skimeisterschaften teilzunehmen. Am Wochenende löste er es am Semmering ein. Er startete mit der Nummer 76 und belegte in seiner Altersgruppe beim Riesentorlauf mit einer Zeit von 43,87 Sekunden immerhin Platz fünf.