Erstellt am 23. Februar 2016, 06:59

von Martin Gebhart

Politische Randnotizen. Martin Gebhart über Khols neuen Wahlmanager & Spitalserfahrung.

Martin Gebhart Politische Randnotizen NÖN-Wand  |  NOEN, Karl Stadler

Wahlkampfmanager aus NÖ.

Was einen guten Wahlkampf ausmacht, das hat Karl Nehammer in St. Pölten gelernt. Seit 2009 hatte er dem Team des damaligen ÖVP-Landesgeschäftsführers Gerhard Karner angehört, das 2013 bei der Landtagswahl das Halten der absoluten Mehrheit schaffte.  2015 war er im Auftrag der Landespartei für die Gemeinderatswahlen zuständig gewesen, die ebenfalls einen Erfolg brachten. Danach ging er nach Wien als Stellvertreter von ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger, mit Ministerin Johanna Mikl-Leitner als seine Bundesobfrau. Jetzt muss er wieder wahlkämpfen.

Karl Nehammer wurde in der Vorwoche als Wahlkampfmanager von VP-Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol präsentiert. Angesichts der derzeit schlechten Umfragewerte eine große Herausforderung.

Minister auf Krücken unterwegs.

Vor einigen Tagen war ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter noch in Slowenien unterwegs gewesen, um mit seinem Amtskollegen aus Slowenien und Kroatien über die Auswirkungen der Flüchtlingspolitik zu sprechen. Mit dabei sein ehemaliger Chef als Vizekanzler, Michael Spindelegger, der nun für eine Organisation der EU zum Thema Migrationspolitik in Europa unterwegs ist. Wenige Tage danach musste Brandstetter im Spital in Zwettl das Bett hüten, weil eine Meniskus-Operation notwendig geworden war. Obwohl ihm einige Ministerkollegen dafür prominente Spitäler in Wien empfohlen hatten, wählte er bewusst das Waldviertler Klinikum. Und war nach der Operation mit dem Ärzteteam in „meinem Waldviertel“ mehr als zufrieden, wie er gegenüber der NÖN erklärte. Was ihm aber nicht erspart blieb: Er muss jetzt auf Krücken zurückgreifen.

Naderer will neuen Sitzplatz.

Dass drei Mandatare des Klubs „Liste Frank“ – Ernest Gabmann, Herbert Machacek, Gabriele Von Gimborn – von nun an FPÖ-Anträge mit ihren Unterschriften unterstützen, hat innerhalb des Klubs für Turbulenzen gesorgt. Walter Naderer will nun im Landtagssitzungssaal nicht mehr neben Gabriele Von Gimborn sitzen, weil diese einige Mails gegen Flüchtlinge geschrieben habe. Mit dem Ausspruch „Da werde ich lieber Hinterbänkler“ hat sich Naderer bereits an die Landtagsdirektion gewandt, damit ihn diese künftig in einer der hinteren Bänke platziert.

Rückzug von Gottfried Waldhäusl.

FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl hat sich aus dem Rechnungshof- und dem Umweltausschuss zurückgezogen und ist dort nur noch Ersatzmitglied. Was ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger zu der Bemerkung verleitete, ob Waldhäusl nun gar zurücktrete. Was wiederum den FPÖ-Mann nur einen Lacher kostete.