Erstellt am 15. Dezember 2015, 06:23

von Martin Gebhart

Politische Randnotizen. Martin Gebhart über neuen EVN-Aufsichtsrat & Wechsel zu NEOS.

Martin Gebhart Politische Randnotizen NÖN-Wand  |  NOEN, Karl Stadler

Keine Landespolitiker im Aufsichtsrat der EVN.

Im Jänner erhält die EVN einen neuen Aufsichtsrat. Jene Mitglieder, die vom Mehrheitseigentümer Land entsendet werden, wurden in der Vorwoche in der Sitzung der NÖ Landesregierung einstimmig abgesegnet. Wobei die VP-Landesführung wieder darauf bestand, dass es keine aktiven Politiker sein sollen. Was speziell die Liste Frank nicht ganz akzeptieren wollte. Sie hatte das Ansinnen, ein Mitglied ihres Landtagsklubs in den EVN-Aufsichtsrat zu entsenden. Erfolglos. Mehr Erfolg zeitigte das allgemeine Ansinnen, künftig mehr Frauen im Aufsichtsrat zu haben. So wird vom Land etwa Bettina Glatz-Kremsner, Vorstand der Casinos Austria AG, in den Aufsichtsrat entsandt. Genauso wie Susanne Scharnhorst, Geschäftsführerin der Fachhochschule Wiener Neustadt. Und es wäre keine Überraschung, wenn künftig im EVN-Aufsichtsrat eine Frau den Vorsitz übernimmt. Gespannt war man übrigens, wen den Sitz der Stadt Wiener Neustadt einnehmen wird. Bislang war dort der ehemalige SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller vertreten gewesen. Der neue Mann an der Spitze der Stadt, VP-Bürgermeister und Landes-Klubobmann Klaus Schneeberger schloss für sich eine Nachfolge aus. Deswegen wird Philipp Gruber, VP-Klubobmann im Wiener Neustädter Gemeinderat, künftig dort vertreten sein.

Neuer Kommunikationschef der NEOS aus NÖ.

Ein St. Pöltner wird neuer Kommunikationschef der NEOS: Nikola Donig. Dabei wurzelt dessen Karriere im politischen Kommunikationsleben in der ÖVP. Davor hatte er als Journalist mit einem Praktikum bei der NÖN begonnen und war danach zum ORF Niederösterreich gewechselt. Dann folgte der Wechsel zur ÖVP, konkret als außenpolitischer Sprecher für den damaligen VP-Kanzler Wolfgang Schüssel. Bei dessen Nachfolger als ÖVP-Bundesparteiobmann, Vizekanzler Wilhelm Molterer, war Nikola Donig als Pressesprecher tätig, ehe er sich – nach Zwischenstationen bei der VOEST und der Hypo Alpe Adria – mit einer Kommunikationsagentur selbstständig machte.

Verwirrung um Aufsichtsratsmandat.

Die Wiener Neustädter Nationalratsabgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill, die im Gemeinderat der Stadt die bunte Regierung von VP-Bürgermeister Klaus Schneeberger unterstützt, hat diesen nun in der Kronen-Zeitung attackiert. Weil dieser im Aufsichtsrat der Hypo NÖ vertreten sei. Was in der Zeitung als „graue Wolken über der bunten Regierung“ bezeichnet wurde, entpuppte sich allerdings als bloße Fehlinformation. Schneeberger war bereits kurz nach der Gemeinderatswahl im Jänner aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Hofbauers letzte Rede.

Bei der „Aktuellen Stunde“ im NÖ Landtag über Armut und Arbeitslosigkeit war seitens der ÖVP eigentlich Sozialsprecher Anton Erber am Rednerpult erwartet worden. Statt ihm erhielt der Gmünder Abgeordnete Johann Hofbauer seinen Auftritt. Er nutzte diesen auch, um sich vom Landtag zu verabschieden. Im Jänner wird ihm Margit Göll, VP-Bürgermeisterin in Moorbad Harbach, als Waldviertler Landtagsabgeordnete nachfolgen. Diese Rochade war eine Woche zuvor im Landesparteivorstand der ÖVP einstimmig abgesegnet worden. Hofbauer wurde nach seiner Rede von VP-Landtagspräsident Hans Penz mit feierlichen Worten verabschiedet und von seinen Landtagskollegen mit Abschiedsapplaus bedacht.