Erstellt am 04. April 2017, 01:39

von Stefan Jedlicka

SP-Wirtschaft: Amtszeit dauerte nur 40 Tage. Meszaros-Bartak wurde abgesetzt.

Der Badener Marcus Meszaros-Bartak war nur etwa mehr als ein Monat Präsident des SPÖ-Wirtschaftsverbandes.  |  NÖN

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband hat sich in einem gehörigen Dilemma verfangen. Am 18. Februar war der Badener Marcus Meszaros-Bartak zum neuen Präsidenten und Nachfolger von Günter Ernst mit knapper Mehrheit gewählt worden. 40 Tage später, am 31. März, enthob ihn der Landesvorstand in einer außerordentlichen Sitzung des Amtes.

Meszaros-Bartak war von Anfang an umstritten gewesen, weil der Badener SPÖ-Gemeinderat nach Turbulenzen aus dem eigenen Klub ausgeschlossen worden war. Dennoch nominierte ihn der SPÖ-Wirtschaftsverband. Nach seiner Wahl soll er Geschäftsführer Gerhard Böhm überraschend entlassen haben und mit einigen Mitgliedern aneinandergeraten sein. Weswegen nun die Notbremse gezogen worden ist.

Franz Gartner, 3. Landtagspräsident der SPÖ, ist von der Entwicklung nicht wirklich überrascht: „Man hätte sich den ganzen Zinnober sparen können, wenn man auf die Badener gehört hätte.“