Erstellt am 08. Februar 2018, 11:43

von NÖN Redaktion

Langes Warten beim Hausarzt: Ministerin will Aussprache. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein will Lösungen für Probleme in den Ordinationen finden.

Pläne für Ärzte sind Teil des ÖVP-Wahlprogramms  |  APA (dpa/Symbolbild)

Für manche Patienten war es vor allem in den jetzigen Semesterferien in Niederösterreich besonders nervenaufreibend. Zahlreiche Ordinationen von Hausärzten haben geschlossen. Gleichzeitig wurde wegen der grassierenden Grippewelle aber häufiger ein Arztbesuch notwendig.

Längere Wartezeiten für Betroffene in den Ordinationen der niedergelassenen Ärzte haben nun Sozial- und Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) auf den Plan gerufen. Sie hat am Donnerstag ein Treffen mit Vertretern der Ärztekammer, der Sozialversicherungen und der Apotheken angekündigt, um Abhilfe zu schaffen.

Beate Hartinger-Klein  |  APA

„Wir müssen erst einen Termin finden“

Einen genauen Termin für diese Aussprache gab es am Donnerstagvormittag allerdings noch nicht. „Wir müssen erst einen Termin finden“, wurde der NÖN auf Anfrage im Büro der Sozialministerin mitgeteilt. Die Ministerin reagiert jedenfalls auch auf die nun publik gewordene Kritik an den längeren Wartezeiten in den Ordinationen.

Die Situation solle im Interesse der Patienten „dringend verbessert“ werden, meinte die Sozial- und Gesundheitsministerin. Noch ist allerdings offen, in welcher Form dies geschehen soll. Die Ressortchefin möchte sich die Zahlen und Fakten zur tatsächlichen Lage bei den Ärzten im niedergelassenen Bereich vorlegen lassen.

Danach sollen bei der Aussprache mit Vertretern des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, unter deren Dach auch die Krankenkassen stehen, sowie der Ärzte- und Apothekerkammer „bedarfsgerechte Lösungen“ eingeleitet werden,  wurde seitens des Sozial- und Gesundheitsministeriums erklärt.