Erstellt am 14. September 2015, 09:02

von Martin Gebhart

Projekt "Ausbildung". Die Beschäftigungszahl ist in NÖ hoch, Facharbeiter werden dringend gesucht. Dennoch steigt die Arbeitslosenzahl.

Auch wenn die Arbeitslosenzahl hoch ist: In NÖ werden weiter dringend Facharbeiter gesucht.  |  NOEN, gesculap2 / Shutterstock.com

Bei der Regierungsklausur des VP-Teams stand klarerweise nicht nur die Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung (siehe Seiten 2 bis 5) auf dem Programm. Weitere Schwerpunkte waren die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Arbeitsmarktsituation. VP-Landeshauptmann Erwin Pröll verwies dabei auf einen Höchststand an Beschäftigten und eine große Nachfrage nach Facharbeitern. Das könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, „dass wir mit der Arbeitslosigkeit ungemein gefordert sind und zu kämpfen haben“.

Zur Veranschaulichung der schwierigen Schere im Wirtschaftsbereich: Vor einigen Wochen wurde in NÖ erstmals die Grenze von 600.000 unselbstständig Beschäftigten überschritten. Derzeit werden rund 6.000 Fachkräfte gesucht, im Jahr 2016 werden es an die 22.000 sein. Gleichzeitig verzeichne man in NÖ momentan rund 55.000 Arbeitslose.

NÖ Weiterbildungsscheck wird erweitert

Mit gezielten Maßnahmen will man dem entgegenwirken: Der NÖ Weiterbildungsscheck wird erweitert. Bis zu 3.000 Euro an Unterstützung werden angeboten. Eine höhere Qualifizierung der Arbeitskräfte will man durch das NÖ Bildungsdarlehen erreichen. Dabei übernimmt das Land Zinsen und Gebühren von bis zu 1.800 Euro pro Person. Für Arbeitslose, die über 50 Jahre sind, soll jenes Projekt ausgeweitet werden, das Gemeinden Unterstützung bietet, falls sie solche Personen anstellen. Etwa im Verwaltungsbereich von Pflichtschulen.

Für die Wirtschaft will man Export-Impulse setzen. Diesmal gezielt auf den Märkten USA und Großbritannien. Vor allem im Bereich Umwelt- und Energietechnik habe NÖ da sehr viel anzubieten, so Pröll.