Erstellt am 12. April 2016, 06:34

von Martin Gebhart

SPÖ beschwört die Zusammenarbeit. Rückkehr von Johanna Mikl-Leitner wird begrüßt. Nur FPÖ sehr skeptisch.

SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer  |  NOEN, Käfer
Die Reaktionen der übrigen Parteien auf den Wechsel von Johanna Mikl-Leitner zurück in die NÖ Landesregierung und Wolfgang Sobotka in das Innenministerium waren vorerst eher zurückhaltend. Seitens der Landes-SPÖ bekundete man aber sofort, dass man mit Mikl-Leitner gut zusammenarbeiten werde.

Landesgeschäftsführer Robert Laimer: „Es steht der ÖVP in Niederösterreich wie auch im Bund frei, ihr Regierungsteam zu bestimmen. Ich darf dazu feststellen, dass es im Land eine gute Zusammenarbeit zwischen ÖVP und SPÖ gibt und ich gehe davon aus, dass dies auch mit einer Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner so sein wird.“

Helga Krismer: Sobotka hinterlässt Scherbenhaufen

Begrüßt wurde die Rochade von Klub-Frank-Klubobmann Ernest Gabmann: Einerseits werde man mit Mikl-Leitner gut zusammenarbeiten können, andererseits wünsche man Sobotka im Innenministerium alles Gute. Weniger positiv für Wolfgang Sobotka fiel die Wertung der Grünen aus. Klubobfrau Helga Krismer: „Johanna Mikl-Leitner hat ein schweres Erbe anzutreten.“ Sobotka habe im Finanzbereich einen Scherbenhaufen hinterlassen. Man hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit Mikl-Leitner. Ob man ihr bei der Landtagssitzung am 21. April die Stimme gebe werde, darüber werde erst beraten.

Auch die FPÖ will sich erst überlegen, ob bei der Angelobung für Johanna Mikl-Leitner als neue Landeshauptmannstellvertreterin gestimmt wird. Wobei FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl skeptisch ist, weil es mit Mikl-Leitner in ihrer Zeit als Politikerin in NÖ kein gutes Verhältnis gegeben habe.

Übrigens: Von Markus Wieser, Präsident der NÖ Arbeiterkammer, kam überraschend ebenfalls sofort eine Reaktion auf den Wechsel. Er verwies darauf, dass es mit Wolfgang Sobotka zuletzt konstruktive Gespräche zu Ausbildung und Beschäftigung in NÖ gegeben habe. Und er freue sich darauf, diese mit Johanna Mikl-Leitner weiter zu führen.