Erstellt am 05. Dezember 2017, 02:59

von Walter Fahrnberger

Wer hat Chancen auf ein Ministeramt?. Mit Bettina Glatz-Kremsner und Klaudia Tanner werden zwei NÖ-Damen als ministrabel gehandelt. Schelling geht.

Bleibt Wolfgang Sobotka Minister oder wird er Erster Nationalratspräsident?  |  Müllner

Die Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gehen in die finale Phase. Das hat auch Chefverhandlerin, Nationalratspräsidentin Elisabeth Köstinger, angedeutet. Sie hält den 20. Dezember für einen passenden Angelobungstermin. Wie viele Niederösterreicher dann ihr Gelöbnis in der Hofburg abgeben werden, ist offen. Einige Namen werden aber bei den vielen Spekulationen häufig genannt. Auch weitere Abgänge sind fix.

Bettina Glatz-Kremsner könnte im Finanz/ Wirtschaftsministerium landen.  |  APA

Dass Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) wieder auf der Regierungsbank Platz nehmen wird, ist wahrscheinlich. Zuletzt wurde nicht ausgeschlossen, dass er weiterhin das Innen-Ressort leiten könnte. Aber auch das Bildungs- oder das Verteidigungsministerium sei ein Thema. Für Letzteres wurde auch NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner (ÖVP) gehandelt. „Es ehrt mich, dass man mich wieder für ministrabel hält. Aber es gab keine Gespräche“, betont Tanner. Außerdem sehe sie ihren Weg in Niederösterreich.

Klaudia Tanner als erste Verteidigungsministerin? „Es gab keine Gespräche.“  |  Moser

Bei der Vergabe des Finanz- oder Wirtschaftsministeriums (das auch zusammengefasst werden könnte) steht Casino-Chefin Bettina Glatz-Kremsner. Noch bei Wahl zur Vize-Chefin der ÖVP im Sommer hat die 54-Jährige, die in Pöggstall im Bezirk Melk wohnt, „ein Ministeramt nicht angestrebt“. Die Vorzeichen dürften sich mittlerweile geändert haben.

Wie auch für Walter Rosenkranz, der nicht wie geplant für die FPÖ im Landtag kandidiert, dafür aber Norbert Hofer als Zweiter Nationalratspräsident folgen könnte. Oder wird er sogar ein FPÖ-Minister aus NÖ?

Walter Rosenkranz  |  Marschik

Fix ist seit der Vorwoche hingegen, dass Hans Jörg Schelling sicher nicht mehr der neuen Regierung angehören wird. Der 63-jährige St. Pöltner verkündete seinen Rückzug aus der Politik und verzichtet auch auf sein Nationalratsmandat. Begründen wollte Schelling seine Entscheidung nicht.