Erstellt am 22. März 2016, 05:44

von NÖN Redaktion

„Für alle muss gleiche Pflicht gelten …“. Wirtschaftsbund warnt vor Bevorzugung für Bauern.

Symbolbild  |  NOEN, Claus Stumpfer

Dass der Weinbauverband und der Bauernbund in der Vorwoche einen Etappensieg verkündeten, weil für Weinfeste, die wenige Tage im Jahr außerhalb der Betriebsstätte der Weinbauern stattfinden, laut einem Antwortschreiben aus dem Finanzministerium keine Registrierkassen notwendig ist, hat den Wirtschaftsbund des Landes mit einer scharfen Reaktion auf den Plan gerufen.

Dieser spricht von einem „angeblichen Etappensieg“, weil der von den Weinbauern zitierte Erlass ein „alter Hut“ sei, so Wirtschaftsbunddirektor Harald Servus. Diese Erleichterung sei letztendlich auf die Initiative der Wirtschaft für Mobile Dienste wie Bäcker erreicht worden und könne nun eben auch auf Weinbaufeste angewendet werden.

Und Harald Servus warnt: „Da versucht man offenbar, alten Wein in alten Schläuchen zu verkaufen. Fakt ist, dass es in Sachen Registrierkassenpflicht keine Bevorzugung der Bauern vor den Wirtschaftstreibenden geben kann und geben wird – darauf werden wir penibel achten. In Sachen Registrierkassen muss die gleiche Pflicht für alle gelten. Übrigens auch für Vereine, die nicht der Gemeinnützigkeit unterliegen.“