Erstellt am 16. März 2016, 06:04

von NÖN Redaktion

Etappensieg für Weinbau. Erleichterungen für Weinbauern bei Festen außerhalb der Betriebsstätte.

Klaudia Tanner  |  NOEN, Erich Marschik

Viele Weinbauern haben bereits angekündigt, dass sie wegen der Registrierkassenpflicht keine Feste mehr veranstalten werden. Jetzt hält der Weinbauverband allerdings ein Schreiben aus dem Finanzministerium in der Hand, das in dieser Frage einen „Etappensieg“ bedeute, so der Präsident des NÖ Weinbauverbandes Johannes Schmuckenschlager aus Klosterneuburg.

Bürokratie darf Lebensqualität nicht gefährden

„Das Finanzministerium teilte dem Österreichischen Weinbauverband in einem Antwortschreiben mit, dass es nicht notwendig ist, für Feste, die wenige Tage im Jahr – außerhalb der Betriebsstätte – stattfinden, eine gesonderte Registrierkasse anzuschaffen“, so Schmuckenschlager. Erleichterung gibt es auch bei der Belegerteilungspflicht. VP-Agrarlandesrat Stephan Pernkopf reagierte zufrieden darauf: „Die Bürokratie darf die Wertschöpfung und Lebensqualität im ländlichen Raum nicht gefährden.“

Genauso sieht es Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner: „Die bäuerlichen Brauchtumsfeste sind ein bindendes Element in der Partnerschaft zwischen Konsument und Produzent und eine wichtige Werbemöglichkeit für unsere kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. Gefordert wird schlicht und einfach eine praktikable Umsetzung der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht.“