Erstellt am 15. April 2016, 12:53

von Anita Kiefer

Rekord an Wahlberechtigten. Exakt 1.283.662 Niederösterreicher (624.061 Männer und 659.601 Frauen) sind bei der Bundespräsidentenwahl am 24. April wahlberechtigt – so viele wie noch nie.

Hans Penz, Leiter der Wahlbehörde, präsentierte die Zahl der Wahlberechtigten am 24. April.  |  NOEN, Foto: NLK/Ernst Reinberger

Bei der letzten Bundespräsidentenwahl 2010 waren es noch 15.000 Personen weniger, bei der Nationalratswahl 2013 um rund 5.000 weniger. Bundesweit sind am 24. April rund 6,4 Millionen Menschen wahlberechtigt. Und: Es gibt rund 25.000 Erstwähler in Niederösterreich.

Niederösterreich ist bei der Bundespräsidentenwahl in gut einer Woche auch das Bundesland mit den meisten Wahlberechtigten – auf Platz zwei folgt Wien mit 1.153.806 Wahlberechtigten.

Letzte Wahllokale schließen um 17 Uhr

Die Öffnungszeiten der Wahllokale sind am 24. April wie immer sehr unterschiedlich - die ersten Wahllokale öffnen um 6 Uhr, die letzten um 17 Uhr. Sollte es bei der Bundespräsidentenwahl zu einer Stichwahl kommen, wäre es die vierte in der Historie Österreichs.

Bei der letzten Bundespräsidentenwahl 2010 lag die Wahlbeteiligung in Niederösterreich mit 64,64 Prozent übrigens „weit über dem Durchschnitt“ von bundesweit 53,57, so Hans Penz (VP), Landtagspräsident und Leiter der Wahlbehörde. 


Leserbrief von Mag. Thilde Pfeifer, per email

Österreich's Präsidentschaftskandidat(in)en !

            In der Pressestunde vom  10.4. wurde  Van der Bellen,  unter anderem an eine  seiner Aussagen erinnert: … dass es für ihn undenkbar sei, dass die FPÖ  im Jahr 2018   die absolute Mehrheit erhalten werde, „ weil die Österreicher seien ein gescheites Volk“ ...
            Im Gegensatz dazu, hat er selbst die Wähler offensichtlich doch   für „dumm verkauft“. Ein grünes Urgestein tritt plötzlich als „unabhängiger Kandidat“ auf ?!  Wer organisiert und wer finanziert seinen Wahlkampf mit den zahlreichen Wahlplakaten? Ist es nicht  auch der Parteiapparat der Grünen? Zu dieser unglaubwürdigen Unabhängigkeit gesellt sich noch mangelndes Demokratieverständnis. Ein Präsidentschaftskandidat, der eine bestimmte Partei trotz absoluter Mehrheit bei einer Regierungsbildung nicht angeloben will, ist äusserst problematisch. Auch wenn er inzwischen gesehen hat, dass solche Äußerungen nicht gut ankommen und  zurück rudert. Der die Interviews verfolgende Wähler fragt sich, ist Van der Bellen's Verhalten - wie ein Schilfrohr im Wind - Wahltaktik, Opportunismus oder altersbedingte Vergesslichkeit? Keine dieser Eigenschaften ist für einen Bundespräsident wünschenswert!  Ein(e) ideale(r) Bundespräsident(in) sollte klar in seinen/ihren Aussagen sein,  ebenso auch  keiner  politischen  Partei verpflichtet. 
            Und unsere beiden Regierungsparteien haben  mit ihrer Kandidatenwahl offenbar auch nicht den Stein der Weisen gefunden, wie man aus den Umfragen ersehen kann.
            Der Wahlabend wird zeigen, ob letztlich die Wähler  die Chance ergreifen, erstmals eine tatsächlich unabhängige, von keiner Partei finanzierte Kandidatin zu wählen,  eine Kandidatin,  die  durch Geradlinigkeit und Kompetenz überzeugt.