Erstellt am 19. Januar 2016, 05:23

von Martin Gebhart

Rochade im Team der SP-Regierung. Weil Hundstorfer für die Hofburg kandidiert, wechseln zwei Minister ihre Ressorts.

Rudolf Hundstorfer ist nun offiziell der Bundespräsidentschaftskandidat der SPÖ.  |  NOEN, APA/HANS KLAUS TECHT

Dass Rudolf Hundstorfer in der Vorwoche von seiner Partei zum Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl nominiert worden ist, war keine große Überraschung mehr.

Die Regierungsumbildung, die SP-Bundeskanzler Werner Faymann, damit verknüpfte, allerdings schon. Alois Stöger wechselt vom Infrastrukturministerium in das frei gewordene Sozialministerium. Ihm folgt Gerald Klug als Infrastrukturminister nach. Dessen Agenden im Verteidigungsressort wiederum übernimmt der bisherige burgenländische Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. Von der SPÖ-Landespartei wurden diese Veränderungen begrüßt. NÖ Vorsitzender Matthias Stadler: „Die Umbildung ist ein wichtiges Signal der Veränderung.“

So positiv sah man es beim Koalitionspartner VP nicht. Am Rande der Klausur in Bad Leonfelden sprach VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner von einem „roten Ringelspiel“. Vollzogen wird die Änderung erst am 26. Jänner.

Stadler: „Hundstorfer ist ein hervorragender Kandidat"

Sehr erfreut war SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann, dass seine Partei dem Vorschlag, Rudolf Hundstorfer für die Präsidentenwahl zu nominieren, einstimmig gefolgt ist. Fast schon euphorisch reagierte NÖ Landesparteivorsitzender Matthias Stadler: „Rudi Hundstorfer ist ein hervorragender Kandidat und er hat in seinen politischen Funktionen und in seiner Arbeit immer seine Dialogfähigkeit und seinen Einsatz für die Sache abseits von Polemik und Streit in den Vordergrund gestellt. Die Sozialdemokratie steht geeint hinter ihrem Kandidaten.“ Außerdem werde man alles tun, um ihn in die Hofburg zu führen. Hundstorfer hatte am Samstag dann auch schon seinen ersten Auftritt in NÖ – beim SPÖ-Ball in Wiener Neustadt.