Erstellt am 09. Mai 2016, 15:47

von APA Red

Schelling für fortgesetzte Regierungsarbeit. Gegen Neuwahlen und für eine Fortsetzung der Regierungsarbeit hat sich Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) nach dem Rücktritt von Werner Faymann als Bundeskanzler und SPÖ-Chef ausgesprochen.

 |  NOEN, APA
"Ich glaube, wir haben in Österreich genug Arbeit zu tun", sagte Schelling vor einem Sondertreffen der Eurogruppe am Montag in Brüssel.
 
"Daher sollten wir diese Arbeit in Angriff nehmen", so Schelling weiter. Dies sei auch die Ansage der Regierung nach dem ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl gewesen, den der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer gewonnen hatte. Schelling: "Ich sage als Finanzminister: Ich kenne die Probleme dieses Landes wahrscheinlich am besten. Daher gibt es viel zu arbeiten. Und wenn die Regierung arbeitsfähig ist, dann sollte sie die Arbeit fortsetzen."

Schelling zeigte sich überrascht vom Rücktritt Faymanns. "Für uns war es sehr überraschend, weil wir davon ausgegangen sind, dass die SPÖ-Personaldiskussion beendet ist." Das weitere Vorgehen wollte der Finanzminister nicht vorhersagen. "Wir warten jetzt einmal ab, wie die Entscheidungen heute Nachmittag in den Parteigremien sind." Es sei noch zu früh, um zu sagen, wie es weitergehe. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) habe für den morgigen Mittwoch einen Parteivorstand der ÖVP einberufen. Dabei werde das weitere Vorgehen zu beraten sein.