Erstellt am 11. September 2015, 12:27

Schulen können "Willkommenspakete" schnüren. Unter dem Motto "Zusammenleben - Zusammenhelfen" haben Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Renate Hauser, Generalsekretärin des Österreichischen Jugendrotkreuzes (ÖJRK), am Freitag eine gemeinsame Willkommensaktion für Flüchtlingskinder gestartet.

Schulen können dabei ein "Willkommenspaket" gestalten und füllen, das an Kinder im Einzugsbereich der Schule verteilt wird. Im Rahmen der Aktion sollen sich die Schüler mit der Situation und den Bedürfnissen von Kindern auseinandersetzen, die ihre Heimat verlassen mussten. Dabei werden etwa Themen wie Flucht und die Beweggründe dafür sowie Länder und Kulturen, aus denen Flüchtlinge nach Österreich kommen, und die Situation der Flüchtlinge besprochen.

Was die Kinder, die sie beschenken wollen, am dringendsten benötigen, sollen die Schüler selbst erarbeiten. Auch die Gestaltung der beim ÖJRK erhältlichen Säckchen für die Willkommenspakete bleibt ihnen überlassen, Inhalte werden entweder ebenfalls selbst gestaltet oder gekauft bzw. über Kooperationen mit lokalen Firmen und Händlern erworben. Schließlich übernehmen die Schüler auch die Planung und Umsetzung der Verteilung an die Flüchtlingskinder - so sollen etwa Kontakte entstehen.

"Angesichts der Flüchtlingskinder, die wir in unseren Schulen willkommen heißen, denen wir nach den furchtbaren Erlebnissen der Flucht vor dem Krieg einen Ort der Stabilität, der Ruhe und der Gemeinschaft anbieten, braucht es jetzt Bewusstseinsbildung, Kommunikation und Hilfestellung für ein gutes Miteinander", betonte Heinisch-Hosek anlässlich des Starts der Aktion in der Neuen Mittelschule Hirtenberg (). "Die ÖJRK-Willkommensaktion ist für alle Beteiligten ein Gewinn", so Hauser: "Schülerinnen und Schüler planen die Aktion gemeinsam, zeigen Hilfsbereitschaft, beschäftigen sich mit anderen Kulturen und bauen Vorurteile ab."